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Unwichtige Geschichtsfälschungen
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Leitthema    Dieser Faden ist 15 Seiten lang:    1   2  3  4 · 10 · 12  13  14  15  Post New Thread     Post A Reply
Sigmar Salzburg
01.09.2019 08.24
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Zur Umfälschung Mitteldeutschlands in „Ostdeutschland“

Aus einem umfangreichen Text zur deutschen Erinnerungskultur:

Im Geschichtsloch verschwunden –
Wie der Ostdeutsche Kulturrat 2019 unterging


Jörg Bernhard Bilke 6. Juni 2019

Von der deutschen Öffentlichkeit kaum bemerkt, hat die „Stiftung Ostdeutscher Kulturrat“, zuletzt ansässig in Königswinter/ Rheinland, ihre Arbeit am 30. April 2019 eingestellt. Die letzte „Kulturpolitische Korrespondenz“, deren Chefredakteur in Bonn ich in den Jahren 1983/2000 war, erschien im März 2019. Danach räumten die beiden noch verbliebenen Mitarbeiter, die inzwischen das Rentenalter erreicht hatten, die Räume leer und übergaben sie dem Vermieter.

Die bildungspolitische Einrichtung „Ostdeutscher Kulturrat“ war 1950 zunächst als Verein gegründet worden, der den Bundesregierungen unter Konrad Adenauer (1876-1967) und Ludwig Erhard (1897-1977) beratend zur Seite stand, wurde seit 1968 vom Bundesvertriebenenministerium gefördert und seit 1969, nachdem dieses Ministerium von der SPD-FDP-Koalition aufgelöst worden war, vom Bundesinnenministerium. Der Verein wurde 1975 in eine Stiftung umgewandelt und vom Bundesinnenministerium mit Geldern nach der Westvermögenszuführungsverordnung ausgestattet.

Ein Vierteljahrhundert später, am 30. Juni 2000, wurden der Stiftung von Kulturstaatsminister Michael Naumann sämtliche Fördermittel entzogen. Da aber die Stiftung über eigenes Vermögen verfügte, konnte sie mit verkleinerter Mannschaft ihre Arbeit noch bis ins Jahr 2019 fortführen. [...]

Herbert Hupka, dessen Ansehen nach dem Mauerfall in Berlin 1989 auch in Polen zusehends wuchs, so dass er schließlich zum Ehrenbürger seiner Heimatstadt Ratibor/Oberschlesien ernannt wurde und am 15. August 2005 dort seinen 90. Geburtstag feiern konnte, hatte sich 1983 ehrgeizige Ziele gesetzt. Er wusste mit mehreren Projekten zugleich die reichhaltige Geschichte und die überragenden Kulturleistungen des 1945 untergegangenen Ostdeutschlands den nachgeborenen Deutschen wieder in Erinnerung zu rufen. [...]

Das alles ist nun, seit 30. April 2019, Vergangenheit, nachdem der politisierende Schöngeist Dr. Michael Naumann (SPD) im Oktober 1998 unter Bundeskanzler Gerhard Schröder Kulturstaatsminister geworden war und in den zwei Jahren seiner Amtsführung anderthalb Dutzend ostdeutsche Kulturinstitute ausgelöscht hatte, darunter die „Stiftung Kulturwerk Schlesien“ in Würzburg, die „Künstlergilde“ in Esslingen/Neckar und die „Stiftung Ostdeutscher Kulturrat“ in Bonn.

Wenn Vermögen vorhanden war konnte sich das betroffene Institut noch einige Jahre halten, auch wenn zahlreiche Mitarbeiter mit exzellentem Fachwissen vorzeitig in den Ruhestand geschickt oder einfach nur entlassen wurden. ...

Die Verantwortlichen in den Ministerien von Bund und Ländern für die Pflege ostdeutschen Kulturgutes sind heute alle nach 1945 geboren und verstehen unter „Ostdeutschland“ zunehmend Thüringen, Sachsen, Brandenburg und Mecklenburg.

... Immanuel Kant (1724-1804), der bedeutendste Denker der europäischen Philosophiegeschichte, der in seinem langen Leben seine Heimatprovinz Ostpreußen nicht einmal verlassen hat. Sein 300. Geburtstag wird am 22. April 2024 in aller Welt begangen werden mit Festveranstaltungen, unzähligen Vorträgen und beachtlichen Büchern. Im „Literarischen Führer Deutschland“ wird sein Name nur einmal genannt, weil er in Berlin zufällig in einem Figurenensemble zu sehen ist. Die beiden DDR-Schriftstellerbrüder Hermann (1926-2016) und Uwe Kant (1936) werden in diesem Lexikon zehnmal erwähnt.

Darf man jetzt schrill auflachen?

tabularasamagazin.de 6. 6.2019

Der „Mitteldeutsche Rundfunk“ hat seinen Namen in der Euphorie der deutschen Wiedervereinigung eher versehentlich erhalten. Sicher wird auch er wegen des Verdachts auf „Revanchismus“ irgendwann fallen.

800 Jahre Kultur Ostdeutschlands sollen in der Erinnerung ausgelöscht werden – bis auf die zwölf Jahre Nazi-Greuel.

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Sigmar Salzburg
26.07.2019 16.22
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Zum Geburtstag von Anetta Kahane, ...

... der ehemaligen Stasi-Spitzelin und heutigen Leiterin der Amadeu-Antonio-Stiftung, hat der Historiker Hubertus Knabe eine Würdigung ihres Wirkens veröffentlicht.

Knabe wurde bekanntlich als Direktor der Stiftung Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen mit fragwürdigen Gründen amtsenthoben. Damit erfüllte sich die im Kuratorium vertretene SED-Nachfolgepartei Die Linke (mit Hilfe der Ex-Kulturbeauftragten Monika Grütters, CDU) einen langgehegten Herzenswunsch (hier und da).

Deutschland Staatssicherheit
Die Täter sind unter uns
https://hubertus-knabe.de/der-fall-kahane/
Wir können uns hier nur mit einer kleinen Unachtsamkeit des Historikers befassen: Anetta Kahane und ihre Stasi-Führungsoffiziere schrieben selbstverständlich traditionell.

Ihre Verpflichtungserklärung gegenüber dem Ministerium für Staatssicherheit mit Annahme des Decknamens „Viktoria“ ist noch unauffällig. Der nächste abgebildete handschriftliche Bericht beginnt:
„23.12.74 ...., 20 Jahre alt wohnhaft in Berlin Pankow ... ist mir seit ca. 6 Jahren bekannt. Wir lernten uns bei einer Party bei mir zu Hause kennen und stellten fest, daß ...... befreundet sind. ......“
Eine späte handschriftliche Notiz ihres Führungsoffiziers hält fest:
„Beim Treff am 17.3.82 äußerte der IM [kein Gender!], daß er die Aufgaben für das MfS nicht mehr erfüllen kann. Er lebe in einer ziemlichen Streßsituation, außerdem gibt es – das kam mehr indirekt zum Ausdruck – ideologische Barrieren.“
Knabe „reformiert“ in Textzitat und Bildunterschrift:
»In einer ziemlichen Stresssituation“ – Vorschlag zur Beendigung der Zusammenarbeit vom Juni 1982 «
Was mir entgangen war: Auch dahinter steckt Anetta Kahane:
#NichtEgal *
Gemeinsam mit der Kampagne „Laut gegen Nazis“, der Amadeu Antonio Stiftung und unter der Schirmherrschaft von Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel startete YouTube im August 2009 „361 Grad Toleranz – der YouTube Schülerwettbewerb gegen Ausgrenzung“.

https://youtu.be/1GOAuhQoj-4
... nicht zuletzt zur Vorbereitung des bunten Angriffs auf die „weiß gebliebenen“ Gebiete der DDR.

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Sigmar Salzburg
11.07.2019 06.22
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Wikipedia: der sogenannte „Nero-Befehl“

Speer verfasste unter Datum vom 29. März 1945 ein Gesuch an Hitler, in dem er bat, den Zerstörungsbefehl zurückzunehmen. Speer gibt dort nach dem Einschub – „wenn ich Sie nicht missverstanden habe“ – in indirekter Rede wieder, was Hitler ihm am Abend des 18. März erklärt habe:

https://de.wikipedia.org/wiki/Nerobefehl (abgerufen 11.7.19)

II. Speers Antwort vom 29. März 1945

... Sie machten mir jedoch am Abend Ausführungen, aus denen — wenn ich Sie nicht mißverstanden habe — klar und eindeutig hervorging: Wenn der Krieg verloren geht, wird auch das Volk verloren sein. Dieses Schicksal ist unabwendbar. Es sei nicht notwendig, auf die Grundlagen, die das Volk zu seinem primitivsten Weiterleben braucht, Rücksicht zu nehmen. Im Gegenteil sei es besser, selbst diese Dinge zu zerstören. Denn das Volk hätte sich als das schwächere erwiesen ...

Quelle: Bundesarchiv Koblenz N 1340/215 „29. März 1945 Schreiben Speers an Adolf Hitler Zusammenbruch des Deutschen Reiches, Opposition, insbes. gegen die Zerstörungsbefehle Hitlers (vgl. R 3/1538)“;

http://germanhistorydocs.ghi-dc.org/docpage.cfm?docpage_id=2382&language=german

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Sigmar Salzburg
08.07.2019 02.47
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Artur Brauner ist tot

Im Wirtschaftswunder der Fünfzigerjahre gingen die Geschäfte gut; Brauner fütterte den Markt mit teilweise über 15 Produktionen pro Jahr, darunter mit Kassenschlagern wie „Die Frühreifen“ (mit Peter Kraus) und „Mädchen in Uniform“ (mit Romy Schneider). Aber auch Robert Siodmaks Gerhart-Hauptmann-Adaption „Die Ratten (mit Maria Schell und Curd Jürgens) brachte Brauner ins Kino, das Stauffenberg-Drama „Der 20. Juli“ und den beeindruckenden Dürrenmatt-Film „Es geschah am helllichten Tag“ mit Heinz Rühmann. „Der brave Soldat Schwejk“, den Brauner ebenfalls mit Rühmann drehte, bezeichnete er später gern als seinen „vielleicht liebsten Film“.

spiegel.de 7.7.3019

Google:

„Es geschah am hellichten Tag“
Ungefähr 70.300 Ergebnisse (0,41 Sekunden)

„Es geschah am helllichten Tag“
Ungefähr 7.980 Ergebnisse (0,55 Sekunden)

Besonders neckisch:
„Ausführliche Filmkritik zu ES GESCHAH AM HELLLICHTEN TAG (1958)“

Es geschah am hellichten Tag – Wikipedia

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Sigmar Salzburg
04.06.2019 13.32
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Wer stahl dem roten Kasner sein „daß“?

Aus Klonovskys Acta diurna:

Leser *** macht mich auf eine „schon ältere und in einem ganz frühen 'Merkel-Stadium' geschriebene Merkel-Biographie“ aufmerksam – es handelt sich um das Buch „Wem dient Merkel wirklich?“ von David Korn, den ich ebenfalls nicht kenne –, worin ein pikantes Zitat von Merkels Vater Horst Kasner zu finden ist. Der schrieb „nach der für ihn so frustrierenden Wiedervereinigung“ im Periodikum die kirche, Organ der Evangelischen Kirche von Berlin-Brandenburg, Nr. 33 (16. August 1992), unter der Schlagzeile „Nichts kann bleiben, wie es einmal war“:

„Als Beigetretene leben wir nun mit dem Grundgesetz der alten Bundesrepublik, an eine Neufassung ist nicht zu denken. Allenfalls Ergänzungen und Änderungen wird es geben. Und dabei steht es, wie gesagt, nicht zum besten um die freiheitlich demokratische Grundordnung. Von der Diktatur der Staatspartei befreit, haben wir auf einen demokratischen Aufbruch gehofft und sind nun in einen Parteienstaat hineingeraten, in dem, gemäß Verfassungspostulat, alle Staatsgewalt vom Volke ausgeht, dann aber dorthin nicht mehr zurückkehrt. Wir bemerken nun, wie sich die etablierten Parteien den Staat zur Beute gemacht haben und dass der Staat zum Selbstbedienungsladen für Politiker geworden ist ... Der Parteienstaat der Bundesrepublik, in dem sich die beiden Volksparteien inhaltlich kaum noch unterscheiden, hebt sich eigentlich nur noch durch das Mehrparteiensystem von der Parteidiktatur der DDR ab. In der bequemen Proporzdemokratie wird der Klüngel zum System. Man schanzt sich wechselseitig Vorteile zu.“

Und Töchterli heute mittenmang!

michael-klonovsky.de/acta-diurna 3.6.2019

War es David Korn, der Leser*** oder Klonovskys F-Automat (Ferbesserungsautomat)?

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Sigmar Salzburg
19.05.2019 05.36
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Falsch aus Unwissenheit

Am Freitag hörten wir, meine Frau und ich, im Kieler Pharmakologischen Institut einen Vortrag von Dr. Harald Lübke über seine und seiner Kollegen Forschungen zur Steinzeit in Estland. Prof. Christian Andree erwähnte in seiner Begrüßung die 500-Jahr-Feier der (jetzt „Europa-“) Universität Viadrina in Frankfurt/Oder, bei der die damalige Uni-Präsidentin Gesine Schwan (SPD), verspätet eintreffend, in ihrer Rede „das 300ste Jubiläum, ... äh, ich meinte das 400ste“ feiern wollte, bis sie schließlich die richtige Zahl traf. Die Vertreter der benachbarten polnischen Universität seien übrigens im vollen traditionellen Ornat erschienen, im Gegensatz den unfeierlichen Deutschen.

Daß die „Europäer“ mit der Geschichte auf Kriegsfuß stehen, merkt auch Michael Klonovsky in seinen „Acta diurna“ an:


... Apropos Kretins in der Politik: Nach Ansicht von Frans Timmermans, Vizepräsident und „EU-Kommissar für Bessere Rechtsetzung“ – resp. Rechtleitung – und Gedöns gehört „der Islam seit 2000 Jahren zu Europa“. Diese Auskunft sollte man mal einigen besonders pingeligen Mohammed-Jüngern zu- oder vorspielen; der EU-Typ behauptet doch tatsächlich, sogar ihre Religion hätten die Europäer erfunden, volle sechs Jahrhunderte bevor Allahs Gesandter sie dem Propheten eingab!

michael-klonovsky.de 18.5.2019

Nebenbei zitiert Klonovsky noch eine Umfrage des MDR:

Gehört der Islam zu Deutschland?
Ja: 4,66 Prozent – - – Nein: 95,34 Prozent

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Sigmar Salzburg
03.05.2019 17.16
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Lengsfeld zitiert Haffner

Vera Lengsfeld hatte 2004 noch ihre Unterschrift unter den Gruppenantrag „Die Einheit der deutschen Sprache wahren“ gesetzt, der sich gegen die Rechtschreib„reform“ richtete, aber bereits durch den Einfluß von Angela Merkel verwässert worden war.

Vermutlich ist Frau Lengsfeld jetzt nur zu faul, ihrem Schreibautomaten hinterher zu korrigieren. Sie zitiert „reformiert“ aus dem verdienstvollen Buch von Sebastian Haffner „Anmerkungen zu Adolf Hitler“, das 1978 auf deutsch erschien. Bis zu seinem Tod 1999 las ich alles von ihm, was mir zugänglich war. Ich höre noch heute seine hohe, etwas gequetschte Stimme: „Ich war immer ein Wiedervereiniger“ (anders als Grass und Steinmeier).

[Lengsfeld:] Haffners Analyse ist verblüffend und die Parallelen zu einer aktuellen Politikerin sind es auch.
„Was konnte ‚größenwahnsinniger‘ sein, als der Beschluss eines Unbekannten […] Politiker zu werden?“

Zwischen 1930 und 1941 gelang „Hitler innen- und außenpolitisch, schließlich auch militärisch so gut wie alles, was er unternahm, zum Staunen der Welt“.

Hitler errang seine Erfolge über bereits geschwächte Gegner, „die zum wirklichen Widerstand unfähig oder unwillig waren […] Es ist also ein Irrtum […] dass erst Hitlers Ansturm die Weimarer Republik zum Fallen gebracht hätte […] bei den innerpolitischen Kämpfen 1930-1934 ging es in Wirklichkeit nicht mehr um Verteidigung der Republik, sondern nur noch um ihre Nachfolge.“

Die wichtigste Schlussfolgerung Haffners:
„Offensichtlich steht Hitler […] zwischen Mussolini und Stalin – und zwar, bei genauerem Hinsehen, näher bei Stalin, als bei Mussolini […] Nichts ist irreführender, als Hitler einen Faschisten zu nennen […] Sein Nationalsozialismus war alles andere als ein Faschismus“.

Hitler wurde von den Alliierten die Vorherrschaft in Europa geebnet, seine Gebietsansprüche bewilligt. Allerdings setze er diese Erfolge ab 1939 mutwillig aufs Spiel, als er diese bereits garantierte Vorherrschaft in „kriegerische Eroberung und Besetzung Europas verwandelte, was sich mit der Vergewaltigung einer vollkommen hingabewilligen Frau vergleichen lässt.“

Schon am 27. November 1941, als die deutsche Offensive vor Moskau zwar zum Stehen gekommen war, die sowjetische Gegenoffensive aber noch nicht eingesetzt hatte, erklärte Hitler vor dem dänischen und dem kroatischen Außenminister:

„Wenn das deutsche Volk einmal nicht mehr stark und opferbereit genug ist, sein eigenes Blut für seine Existenz einzusetzen, so soll es vergehen und […] vernichtet werden. Ich werde dem deutschen Volk keine Träne nachweinen.“

Auch Plan 3 versuchte er, mit aller grausamer Konsequenz durchzusetzen.
„Sein letztes Programm für Deutschland war der Volkstod.“

In klarer und unwiderlegbarer Form dokumentiert sich dieses Vorhaben in den Führerbefehlen vom 18. und 19. März 1945. Am 18.3. verfügte er, die Bevölkerung Westdeutschlands auf Todesmärsche zu schicken, am 19.3. gab er den Befehl, alles, was in Deutschland noch stand und den Deutschen eine Überlebensmöglichkeit sichern würde, in die Luft zu sprengen – „es also mit Vernichtung zu bestrafen, weil es sich zur Welteroberung unfähig gezeigt hatte.“

Ausgehend von einigen englischen Historikern, hat sich inzwischen in der Linken die These verfestigt, Hitler als das vorbestimmte Produkt der ganzen deutschen Geschichte zu betrachten.

Haffner: „Das Gegenteil ist richtig. Hitler steht in keiner deutschen Tradition, am wenigsten in der protestantisch-preußischen des „nüchtern selbstlosen Dienstes“ am Staat.

„Nüchternheit hatte er planmäßig durch Massenrausch ersetzt, man kann sagen, dass er sich selbst sechs Jahre den Deutschen als Droge verabreicht hatte […] Er hatte sich Deutschland ausgesucht – ohne es zu kennen, und eigentlich kennengelernt hat er es nie. Die Deutschen waren sein erwähltes Volk […] als das zu seiner Zeit größte Machtpotential Europas. und nur als Machtinstrument haben sie ihn je wirklich interessiert.“

Hitler ist so gründlich gescheitert, dass heute niemand „auch nur die kleinste politische Außenseiterchance“ hat, der sich auf ihn beruft. Von daher ist der gegenwärtige staatlich geförderte Kampf gegen angebliche „Nazis“ eine Schimäre. Mehr noch:
„Weniger gut ist, dass viele Deutsche sich seit Hitler nicht mehr trauen, Patrioten zu sein.”

Denn die deutsche Geschichte ist mit Hitler nicht zu Ende. Wer das Gegenteil glaubt und sich womöglich darüber freut, weiß gar nicht, wie sehr er damit Hitlers letzten Willen erfüllt.

freiewelt.net 3.5.2019 Original: vera-lengsfeld.de 3.5.2019
(Auch orthographisch nicht relevante Stellen wurden des Gesamtbildes wegen zitiert.)
Hitler war als unscheinbarer Niemand aus dem Nichts aufgestiegen und benutzte das deutsche Volk für seine Geltungssucht und seinen Machtwillen. Jetzt wird es wieder benutzt, und es ist sehr die Frage, ob es das übersteht.

PS: Siehe auch dies und das.

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Sigmar Salzburg
27.03.2019 08.21
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Patrick Süskind zum 70.

„Ich will nichts erleben! Ich bin Schriftsteller!“

Der berühmteste Schriftsteller, der es beständig schafft, nicht berühmt zu sein, ist Patrick Süskind. Angesichts der Gepflogenheiten heutiger Literaturvermarktung erscheint es als unwahrscheinlich, wie Süskind gezielt ein paar bleibende literarische Werte gesetzt und sich dann der Sekundärverwertung seiner Bedeutung komplett entschlagen hat: keine Interviews, Fernsehauftritte und Preisreden gibt es aus den letzten Jahrzehnten...

„Ein Kontrabass ist mehr, wie soll ich sagen, ein Hindernis als ein Instrument.“

In diesem Buch gibt es die unvergessliche Szene, in der der junge Ich-Erzähler zu spät zur Klavierstunde kommt und sich dann auch noch verspielt. F statt Fis. Die Klavierlehrerin haut auf die schwarze Taste, niest, haut noch mal hin und eine „Portion schleimig frischen Rotzpopels“ bleibt auf der richtigen Note zurück. Der Klavierschüler fängt von vorne an, die gefährliche Stelle rückt näher, „der liebe Gott schwieg und tat nichts“ und dann: ",Fis jetzt!' schrie es neben mir ... und ich, im klarsten Bewusstsein dessen, was ich tat, mit vollkommener Todesverachtung, spielte F. -"

So komisch diese Geschichte für jeden ist, der unter musikalischer Früherziehung gelitten hat, so ernst ist sie. Weil sie zeigt, wie unversehens Menschen einander zur Qual werden können, wie fatal die Distanzlosigkeit der Welt ist. Und schon mit seinem Debüt, dem Theatermonolog "Der Kontrabaß", hat Süskind ja einen von seiner Mitwelt gequälten Mann aufgestellt: „Ein Kontrabass ist mehr, wie soll ich sagen, ein Hindernis als ein Instrument.“ 1981 wurde das Stück mit Nikolaus Paryla uraufgeführt, der bald achtzig wird und es heute noch spielt.

sueddeutsche.de 26.3.2019

Patrick Süskind hat, neben 700 anderen, 1996 gegen die Rechtschreib„reform“ die Frankfurter Erklärung der Schriftsteller, Germanisten, Historiker, Verleger und anderer Persönlichkeiten unterzeichnet. Es ist nicht bekannt, daß er dies widerrufen hat.

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Sigmar Salzburg
20.03.2019 03.17
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Textfälschungen werden zur Regel, ...

... besonders wenn es um die neuen „ss“ geht. Auch die albernen neuen Großschreibereien, die man schon im 19. Jahrhundert fast überwunden hatte, werden meist wohl automatisch in die Texte hinein„korrigiert“ – man darf die Bürger, vor allem die Schüler, doch nicht verunsichern:

„Wissense denn nich, det Fontane Antisemit is?“
Stand: 14.03.2019 | Lesedauer: 14 Minuten
Von Wolf Lepenies

Nach wie vor finden sich im Adel „entzückende Einzelexemplare“, aber die Junker, die doch den eigentlichen Adelstypus verkörpern, sind Fontane unerträglich geworden: „Je mehr sie überflügelt werden, je mehr sie sich überzeugen müssen, dass die Welt anderen Potenzen gehört, desto unerträglicher werden sie in ihren Forderungen, ihre Vaterlandsliebe ist eine schändliche Phrase ... je eher mit ihnen aufgeräumt wird, desto besser.“...

Dichter noch als in den „Wanderungen durch die Mark Brandenburg“ und in seinen Romanen mischen sich in den Briefen Fontanes Liebe und Distanz zu Preußen. Verehren, bewundern und doch gelegentlich ein Nein: „So muss es sein!“, heißt es einmal.

welt.de 14.3.2019
Richtig muß es heißen:
Brief Fontanes an Georg Friedländer, 14. Mai 1894: »Je mehr sie [die Junker] überflügelt werden, je mehr sie sich überzeugen müssen, daß die Welt andren Potenzen gehört, desto unerträglicher werden sie in ihren Forderungen; ihre Vaterlandsliebe ist eine schändliche Phrase, sie haben davon weniger als andre, sie kennen nur sich und ihren Vortheil und je eher mit ihnen aufgeräumt wird, desto besser.«
…und der Textfetzen stammt aus Kapitel 3 des Buches: Irrungen, Wirrungen:
»Ja«, schmunzelte die Dörr vor sich hin, »das is das Richtige, so muß es sein. Aber is es denn wahr, Lene, daß er Botho heißt? So kann doch einer eigentlich nich heißen; das is ja gar kein christlicher Name.« »Doch, Frau Dörr.« Und Lene machte Miene, die Tatsache, daß es solchen Namen gäbe, des weiteren zu bestätigen.

https://gutenberg.spiegel.de/buch/irrungen-wirrungen-4457/3
Inzwischen können die Korrekturautomaten den entlegensten Blödsinn der „Reform“. Waren das noch Zeiten, als es sich die Kieler Nachrichten einfach machten und in einem Fortsetzungroman nur die „dass“ hineinferkelten. Oder als die Eckernförder Ausgabe der KN das gleiche mit einem wirklich alten Text tat, nur um den Kultusministern ihren Unterwerfungseifer zu zeigen.

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Sigmar Salzburg
19.12.2018 08.22
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Lügenpresse: Das Fälschungs-Muss an der deutschen Vergangenheit

Es ist einer der spannendsten Momente der bundesdeutschen Nachkriegsgeschichte. Die Unionsfraktionen im Deutschen Bundestag (damals noch in Bonn) versuchen 1972 etwas, was es nie zuvor gegeben hat: den Sturz eines Kanzlers über ein konstruktives Misstrauensvotum. Hunderttausende Bürger sind empört über dieses zwar legale, aber doch, wie sie finden, unmoralische Verhalten – und gehen auf die Straße. Auch in Hamburg.



„Willy muss Kanzler bleiben!“ Das steht auf Plakaten, die die MOPO – damals noch eine SPD-Parteizeitung – drucken und verteilen lässt. 15.000 – nach anderen Quellen sogar – 30.000 Menschen recken am 26. April 1972 auf der Moorweide diesen Bogen Papier in die Höhe, um sich solidarisch zu erklären mit dem Mann, der vielen ein Idol ist und die Hoffnung auf ein freieres und demokratischeres Deutschland verkörpert: Willy Brandt.

mopo.de 16.12.2018

24 Jahre später war die SPD führend daran beteiligt, 80 Millionen Deutsche durch Geiselnahme der Schüler zum Muss-Deutsch zu erpressen. Den verdienten Abstieg hat die Volks(reform)-Partei mühsam erarbeitet – im Osten nur noch 8 Prozent!

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Sigmar Salzburg
12.11.2018 11.20
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Sprechblasen

Junge Leute von 1989 sprechen „reformiert“ wie um 1998:

Brandanschläge auf Berliner Mauer „Was für ein Scheißland!“
Mit Bolzenschneidern und Molotowcocktails attackierten vier frühere DDR-Bürger 1989 die Berliner Mauer. Hier berichtet Raik Adam, wie es zu den gefährlichen Aktionen kam, die er nun als packenden Comic erzählt...


In West-Berlin feierten sie – und planten militante Aktionen gegen die verhasste Mauer. Die „Stiftung Berliner Mauer“ hat diese ungewöhnliche Geschichte jetzt als Graphic Novel veröffentlicht, gezeichnet und geschrieben von den Aktivisten selbst.
In den Sprechblasen heißt es:
Eine Woche später, 16. Juni „Das wird ein Spektakel, wie die es noch nicht erlebt haben. Das muss richtig krachen! Wir müssen maximalen Schaden anrichten!“ „Das gibt einen heißen Tanz heute Nacht.“

spiegel.de/einestages 12.11.2018
Wie verblüffend wäre es, wenn die Worte der Jugendlichen so aufgezeichnet würden, wie damals üblich. Anscheinend hat sich die deutsche, ehemals gemeinsame Schriftsprache soweit gewandelt, daß man sie der Jugend von heute nicht mehr zumuten kann.

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Detlef Lindenthal
10.11.2018 15.38
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Re: Netzwerkdurchsetzungsgesetz

Zitat:
Ursprünglich eingetragen von Sigmar Salzburg
Wikipedia, sonst bemüht um exakte Zitate ... Hass ... / ... Haß und Hetze ...

Danke für den Hinweis, ich habe jenes Zitat in der Wikipedia berichtigt.
__________________
Detlef Lindenthal

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Sigmar Salzburg
10.11.2018 11.54
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Netzwerkdurchsetzungsgesetz

Wikipedia, sonst bemüht um exakte Zitate, verfälscht Burkhard Müller-Ullrich:

Harald Martenstein von der Zeitung Der Tagesspiegel bezeichnete ihn als „Erdoganismus in Reinkultur“... und erklärte, der Gesetzesentwurf lese sich so, als „stamme er aus dem Roman 1984“, er sei ein „Angriff auf das Prinzip der Gewaltenteilung“. Burkhard Müller-Ullrich schrieb: „Minister Maas geht es ganz offensichtlich nicht um Hass und Hetze allgemein, sondern um das Mundtotmachen seiner politischen Gegner.“
Tatsächlich hatte Müller-Ullrich geschrieben:
Minister Maas geht es ganz offensichtlich nicht um Haß und Hetze allgemein, sondern um das Mundtotmachen seiner politischen Gegner.

achgut.com 15.06.2017
Offensichtlich ist es einigen Wikipedianern ein Ärgernis, daß nicht alle die von den Kultusministern erpreßte Reformschreibung übernommen haben, und „verschönern“ nach ihrem Geschmack die Wirklichkeit.

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Sigmar Salzburg
17.09.2018 10.57
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Das Elend der Umfälschungen auf Reformdeutsch

Oft übernimmt „Spiegel online“ orthographisch gefälschte Zitate aus protegierten Büchern. Hier scheint das nicht der Fall zu sein:

Prozess gegen NS-Lagerleiter
Freispruch für den Höllenmeister

Die Häftlinge von Börgermoor fürchteten Wilhelm Rohde als Sadisten. Doch das Gericht sprach den NS-Lagerleiter 1959 frei. Der Fall zeigt, wie mild die bundesdeutsche Justiz mit Naziverbrechern umging ...

1959 im Wiederaufnahmeverfahren sagten frühere Ärzte, Leiter und Wächter von Strafgefangenenlagern aus: Der Angeklagte sei „ein korrekter preußischer Beamter“, „ein Kerl mit rauer Schale, im Grunde seines Herzens aber ein wirklich guter Kerl“. Er habe "Misshandlungen direkt verboten“, überhaupt habe es „keine besonderen Vorkommnisse gegeben“... Seine Verteidiger plädierten auf Freispruch und stellten die Aussagen der Lagerinsassen als unglaubwürdig dar: Es sei alles „halb so schlimm“ gewesen. Beide Anwälte verteidigten Rohde gratis. Einer war FDP-Mitglied, der andere Sozialdemokrat.
Es mag ja sein, daß 1959 die Entlastungszeugen „rauher“ ohne „h“ gesprochen haben und Mißhandlungen mit „ss“, aber ein „daß“ mit „ss“ hat der Tagesspiegel gewiß nicht geschrieben, wie der Spiegelautor oder sein Korrekturautomat lügt:
„SPD-Anwalt deckt Nazi“, schrieb der „Tagesspiegel“, „hat er vergessen, dass unter den Verscharrten aufrechte Genossen seiner Partei waren?“

spiegel.de/einestages 12.09.2018
Oder fälscht man nur, um die „nach Gehör“schreibende Generation nicht zu verwirren?

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Sigmar Salzburg
05.09.2018 04.26
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Die neue Art des Denkens

Auch die FAZ ( 1.9.18) fälscht ins einst nur widerwillig angenommene Dass-Deutsch:

„Untergang des Abendlandes“ : Der Falter als geflügelter europäischer Zwergchinese

... Am schärfsten und vergeblichsten hat Robert Musil gegen Spenglers kulturrelativistische Vereinnahmung wissenschaftlicher Erkenntnis Einspruch erhoben. Dass der Autor des „Untergangs“ von Physik und Mathematik nichts verstand, interessierte seine Anhänger so wenig wie seine Gegner. Geblieben ist Musils ätzende Satire auf Spenglers historische Analogien:

„Es gibt zitronengelbe Falter, es gibt zitronengelbe Chinesen; in gewissem Sinn kann man also sagen: Falter ist der mitteleuropäische geflügelte Zwergchinese. Falter wie Chinesen sind bekannt als Sinnbilder der Wollust... Dass der Falter Flügel hat und der Chinese keine, ist nur ein Oberflächenphänomen.“
Gutenberg/Spiegel zeigt den originalen Musil-Text mit weiteren Wörtern, die durch die Reform-Triaden verunsichert, verstümmelt oder gekidnappt wurden:
Robert Musil
Geist und Erfahrung
Anmerkungen für Leser, welche dem Untergang des Abendlandes entronnen sind

[1921]
... Spengler meint es quasi, arbeitet mit Analogien und in irgendeinem Sinne kann man da immer recht haben... Die vorgeführten, ohne lang suchen zu müssen aus vielen herausgegriffenen Beispiele sind nicht Irrtümer in Einzelheiten, sondern eine Art des Denkens!

Es gibt zitronengelbe Falter, es gibt zitronengelbe Chinesen; in gewissem Sinn kann man also sagen: Falter ist der mitteleuropäische geflügelte Zwergchinese. Falter wie Chinesen sind bekannt als Sinnbilder der Wollust. Zum erstenmal wird hier der Gedanke gefaßt an die noch nie beachtete Übereinstimmung des großen Alters der Lepidopterenfauna*) und der chinesischen Kultur. Daß der Falter Flügel hat und der Chinese keine, ist nur ein Oberflächenphänomen. Hätte ein Zoologe je auch nur das geringste von den letzten und tiefsten Gedanken der Technik verstanden, müßte nicht erst ich die Bedeutung der Tatsache erschließen, daß die Falter nicht das Schießpulver erfunden haben; eben weil das schon die Chinesen taten...
Die gleiche „Art des Denkens“ finden wir nun auch bei den Rechtschreib„reformern“ von 1996-2006, besonders bei einem skurrilen Alten, der partout nichts beim alten lassen wollte:

Weil der „Tolpatsch“ eine klangliche Ähnlichkeit mit dem „Tollhaus“ hatte, sollte das aus dem Ungarischen stammende Wort nun mit zwei „l“ geschrieben werden. Die tollhausreifen politischen Durchsetzer, also die Kultusminister, entblödeten sich nicht, die falsche Schreibung nun für allein richtig zu erklären, obwohl sie sonst anderweitig jede Menge unsinniger Varianten zugelassen hatten.

(Weitere Beispiele mit der Suchfunktion nach: belemmert, Stengel, behende, Stendelwurz, Rauhnächte, Allerleirauh usw.)


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