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Die 20 neuesten Rechtschreibbeiträge (mit Technik) ...


FAZ 12 Jahre nach dem Kotau vor der „Reform“:

Machtkampf unter Katholiken : Breit lächeln – und den Dolch in den Rücken stoßen
• Von Thomas Gutschker

[Bild] Kardinal Reinhard Marx (r.) und sein Gegenspieler, der Kölner Kardinal Rainer Maria Woelki

Der Vatikan legt sich mit den deutschen Bischöfen an, es geht um die Konsequenzen aus dem Missbrauchsskandal. Dahinter stecken zwei mächtige Männer, denen der ganze Weg nicht passt...

faz.net 22.9.2019

1593 Wörter: 7 nichtsnutzige dass, 17 sonst. Reform-ss; 0 sonst Reform-Unfug; traditionell: seit langem, sogenanntes, als erstes, Tippfehler: entspracht.

„Reform“: 1 Prozent Wortänderung durch ss, davon 30 Prozent völlig nutzlos: Gesamtschaden für die Volkswirtschaft: ca. 20 Mrd. Euro – Entfremdung von deutscher Tradition.

Es gehört nicht hierher, aber: Kardinal Woelki gehört mit Herbert Gröhlemeyer zu den seltenen Menschen, deren Gesicht kein Schicksal zeichnet – beim Zölibatär verständlich. Aber irgendwann holt das Alter das nach.



Sigmar Salzburg

22.09.2019 09:05   Zeitungen, Rundfunk, Fernsehen   >   Frankfurter Allgemeine Zeitung, F.A.Z., FAZ, faz.de, faz.net, faznet.de und die Rechtschreibung   Beitrag einzeln


Lengsfelds Problem

Vera Lengsfeld beschreibt in „Freie Welt“ ein hier schon bekanntes Quentchen, das im Auftrag seiner Chefin Anetta Kahane die Buntisierung Deutschlands betreibt:
Deutschland rechts außen? Kampf gegen Rechts als Geschäftsmodell

Der martialische Untertitel des Buches Deutschland rechts außen von Matthias Quent, der auf dem Buchcover als „profilierter Rechtsextremismusforscher“ vorgestellt wird und Direktor des Instituts für Demokratie und Zivilgesellschaft der Antonio Amadeu-Stiftung in Jena ist, lautet: „Wie die Rechten nach der Macht greifen und wie wir sie stoppen können“. [...]

Mit welcher Unverfrorenheit er dabei vorgeht, wird schon im Vorwort klar. Hier thematisiert er seine Leidensgeschichte als Schüler in Arnstadt, wo er permanent von Neonazis verfolgt verprügelt, auf Gleise geschubst und mit Pflastersteinen beworfen wurde. Allerdings scheint er wunderbarerweise überwiegend heil aus all diesen Attacken heraus gekommen zu sein.

Eine langjährige Freundin meines Sohnes, die mit Quent in Arnstadt zur Schule ging, hat von all dem nichts mitbekommen, aber wenn Quent seine Erzählung in Westdeutschland vorträgt, ist das Publikum regelrecht erschüttert über den Nazi-Osten. [...]

freiewelt.net 20.9.2019
Bis hierhin hat Lengsfeld recht. Dann aber stimmt sie in den unsinnigen konservativen Anti-Höcke-Chor ein, der jeden Patriotismus meidet in der Hoffnung, damit die AfD für die Deutschlandabschaffer koalitionsfähig zu machen:
In einem Punkt hat Quent allerdings Recht: Björn Höcke ist ein wirkliches Problem. Seit dem diesjährigen Sommerinterview des MDR, in dem er der Frage auswich, ob er einem Landolf Ladig, der Artikel für die NPD-Zeitung schrieb, politische Verantwortung übertragen würde, statt klar „Nein“ zu sagen, bin ich endgültig der Überzeugung, dass Höcke mit Ladig identisch sind. So lange die AfD Höcke in ihren Reihen hat, wird sie sich den Vorwurf, nationalen Sozialisten eine Heimstatt zu bieten, gefallen lassen müssen. Es wird für die Zukunft, vor allem für die Wählbarkeit dieser Partei entscheidend sein, ob sie die Kraft aufbringt, sich von Höcke und seinem Flügel zu trennen. Wegen Höcke aber alle Mitglieder der Partei und ihre Wähler zu Rechtsradikalen zu erklären, ist unredlich.
Vera Lengsfelds Angriff auf Björn Höcke vor der Wahl ist fragwürdig. Wenn in dem Ladig-Artikel nichts Schlimmeres steht, als das, was der Denunziant Andreas Kemper veröffentlicht hat – und Schlimmeres hätte er sicher nicht ausgelassen – dann ist es völlig belanglos, wer der wahre Verfasser ist.

Ist „organische Marktwirtschaft“ etwas Schlimmes? Ist die „Familie“ als Keimzelle des Volkes etwas Verwerfliches? Hat nicht der Ex-SPD-Politologe Jascha Mounk „Gesellschaftsexperimente“ vollauf bestätigt, nämlich daß „wir hier ein historisch einzigartiges Experiment wagen, und zwar eine monoethnische und monokulturelle Demokratie in eine multiethnische zu verwandeln“! Das Volk wird „demokratisch“ vor vollendete Tatsachen gestellt.

Nach Schröder/Fischers und Merkels Machtergreifung gab es bis 2012 nur die NPD, die Rettung davor versprach. „Ladig“ griff in aller Verzweiflung nach diesem Strohhalm.



Sigmar Salzburg

22.09.2019 03:48   Zeitungen, Rundfunk, Fernsehen   >   Freie Welt, FreieWelt.net   Beitrag einzeln




Ich fand die alte Rechtschreibung besser.....

Joe Oebster

20.09.2019 22:28   Beispielsammlung über Sinn und Unsinn   >   War die alte Rechtschreibung besser?   Beitrag einzeln


Kommentar NZZ

Steinmeier ist ein Präsident der Phrasen

Das deutsche Staatsoberhaupt hat wenig Macht, es soll sich nicht in die Tagespolitik einmischen und trotzdem als Führungspersönlichkeit auf die Gesellschaft einwirken. Das einzige Mittel dafür ist die deutsche Sprache. Kaum einer hat sie je so schlecht behandelt wie der Amtsinhaber.

Marc Felix Serrao, Berlin 19.9.2019, 19:58 Uhr

Der deutsche Bundespräsident hat dem «Spiegel» vor ein paar Tagen ein Interview gegeben. Wer das nicht mitbekommen oder es schon wieder vergessen hat, muss sich nicht grämen. Er oder sie ist nicht allein.

Frank-Walter Steinmeier, 63 Jahre alt und seit 2017 Inhaber des höchsten Amts der Bundesrepublik, hat in seinem Leben noch kaum einen Satz formuliert, an den man sich erinnern könnte. Menschen, die ihn kennen, bezeichnen ihn als klug, sogar humorvoll. Aber sobald er öffentlich spricht, wirkt es, als würde er seiner Muttersprache den Krieg erklären. Neben einem stark ausgeprägten Hang zu Floskeln und Phrasen ist das, was Steinmeier inhaltlich sagt, auf eine Weise überraschungsfrei, dass es fast komisch wirkt. Wollte man eine Komödie über einen biederen Beamten drehen, der irrtümlich ins höchste Staatsamt purzelt und versucht, es irgendwie auszufüllen: Er wäre die Idealbesetzung.

Ein typischer Steinmeier-Satz klingt so: «Wenn Engagement für die Demokratie und Respekt vor den Institutionen der Demokratie nicht mehr selbstverständlich sind, sollten wir darüber nicht zur Tagesordnung übergehen.» Oder so: «Wenn wir die Demokratie gegen ihre Skeptiker verteidigen wollen, werden wir wohl einen etwas längeren Atem brauchen.» Wieviel Kaffee die «Spiegel»-Redakteure wohl gebraucht haben, um beim Abtippen solcher Sätze nicht wegzudämmern? [...]

Wie viele der bisher zwölf Präsidenten diesem Anspruch gerecht geworden sind, darüber liesse sich lange streiten. Fest steht, dass keiner an die Eleganz und die weltanschauliche Klarheit des ersten Staatsoberhaupts Theodor Heuss herangekommen ist. Als «Scholar and Gentleman» würdigte ihn die britische «Times» einmal. Kaum vorstellbar, dass Steinmeier zu solchen Ehren kommt. [...]

nzz.ch 19.9.2019


Sigmar Salzburg

20.09.2019 07:55   Rechtschreibforum   >   Staat und Sprache   Beitrag einzeln


Sprachverstümmelung bei der Relotius-Presse

Die Engländer haben es gut: „Teacher“ gilt für Frauen wie für Männer. Präzisiert werden muß durch Zusätze wie „female“.

Die Fähigkeit der deutschen Sprache, dies durch die kleine angehängte Silbe „-in“, Plural „innen“, zu bewirken, hat nach dem Aufkommen des Genderwahns die Folge, daß die geforderten umständlichen Doppelnennungen oft durch ein Partizip präsens ersetzt werden, das eine Tätigkeit zum Zeitpunkt der Handlung ausdrückt. Im Plural ist das grammatische Geschlecht nun nicht mehr erkennbar: „die Lehrenden“ (für „Schneider“ jetzt auch die „Schneidernden“?).

Erzeugt diese Umfälschung schon Brechreiz bei Sprachbewußten, so tritt in anderen Fällen sogar tragische Komik auf, wie bei einer Schlagzeile: „60 schlafende Studierende ermordet.“

Das Magazin „Der Spiegel“ führt diese sprachfeministische Marotte jetzt schleichend so ein, als sei sie nur die jounalistisch übliche Vermeidung der Wortwiederholung (Hund - Vierbeiner). In der Wissenschaft gibt es jetzt also „Forscher“, „Forscherinnen und Forscher“, radikal nur „Forscherinnen“ oder eben „Forschende“:
Neutrino-Experiment in Karlsruhe
So_viel wiegt ein Geisterteilchen


Neutrinos jagen fast mit Lichtgeschwindigkeit durchs All - und hinterlassen kaum Spuren. Und doch haben Forscher [und Forscherinnen] in Süddeutschland ihre Masse jetzt mit bisher ungekannter Genauigkeit bestimmen können.

Wie misst man, was eigentlich nicht zu messen ist? ... Wenn sich Forscher [und Forscherinnen] mit Neutrinos beschäftigen, stehen sie vor genau diesen Fragen...

Bei einem aufwändigen Experiment am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) arbeiten Forschende derzeit daran, die Ruhemasse der geheimnisvollen Teilchen mit bisher nie gekannter Präzision zu bestimmen...

Demnach ist ein Neutrino mindestens 500.000 Mal leichter als ein Elektron. ... Aus früheren kosmologischen Berechnungen haben Forschende auch schon eine Mindestmasse festgelegt...

Die Partikel existieren in drei verschiedenen Arten: Elektron-, Myon- und Tau-Neutrino. Ein Partikel kann aber zwischen diesen Arten hin- und herwechseln. Forschern [und Forscherinnen!] wurde das vor etwa 20 Jahren klar, ... dass die Teilchen nicht komplett masselos sein können...

"...'Katrin' ... zeigt das außerordentlich hohe Potenzial unseres Projekts", jubeln Christian Weinheimer von der Universität Münster und Guido Drexlin vom KIT. Beide sind Co-Sprecher des Experiments, an dem insgesamt 150 Forschende von 20 Instituten in sieben Ländern mitarbeiten.

Und auch Forschende, die nicht an dem Projekt beteiligt sind, äußern sich lobend: "Es ist beeindruckend, welche großen technologischen Herausforderungen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in den vergangenen Jahren gemeistert haben, um die genaueste Waage der Welt zu bauen...

spiegel.de 19.9.2019
Dabei gerät das Interessante dieses Teilchens aus dem Blickfeld: Wenn das Neutrino eine winzige Ruhemasse hat, kann man es überhaupt zur Ruhe bringen?


Sigmar Salzburg

20.09.2019 03:33   Menschen   >   Der GenderInnenwahnsinn   Beitrag einzeln


Deutschland ist nicht Einwanderungs- sondern Unterwanderungsland!

Das Duo-Infernale der SPD, „Schwan & Stegner“, buhlt im Streben nach dem SPD-Vorsitz um die Stimmen der linken Deutschlandabschaffer und der (r)echten Islamisten:
Ralf Stegner hat retweetet

Gesine Schwan‏ @Gesine_Schwan 00.01 – 17. Sept. 2019

Wir sagen ganz offensiv: Wir sind ein Einwanderungsland. Die Vielen, die zu uns gekommen sind und ihre Nachkommen müssen sicher sein können, dass sie dazugehören.
Nein, #teamschwanstegner!
Wenn Millionen ohne nachweisbare Identität, ohne direkten Fluchtgrund, ohne bedarfsentsprechende Qualifikation und ohne Willen, sich in die vorgefundene Kultur einzupassen, oft noch unter dreistem Mitleidsheischen mit Beihilfe von Gutmenschdemagogen in unser Land drängen, dann sind „Wir“
kein Einwanderungs- sondern ein Unterwanderungsland.
Nach Berichten der israelischen »Jerusalem Post« und des britischen »Sunday Express« hat der ehemalige Chef des deutschen Bundesnachrichtendienstes (BND), Dr. August Hanning, Kanzlerin Angela Merkel vorgeworfen, mit ihrer Flüchtlingspolitik massive Sicherheitsrisiken verursacht zu haben.

Bei rund 300.000 Migranten, die nach Deutschland gekommen sind, sei die Identität nicht näher aufgeklärt worden. Hanning wirft Merkel vor, eine »Sicherheitskrise« (»Security Crisis«) verursacht zu haben.
freiewelt.net 18.9.2019

Maaßen sagte laut einem Bericht der "Rhein-Neckar-Zeitung": „Ich bin vor dreißig Jahren nicht der CDU beigetreten, damit heute 1,8 Millionen Araber nach Deutschland kommen.“
focus.de 2.7.2019

Für Stoiber steht fest: „Wer die massenhafte Zuwanderung von Menschen aus fremden Kulturkreisen kritisch sieht und eine multikulturelle Gesellschaft ablehnt, ist noch lange kein Extremist.“
jungefreiheit.de 16.9.2019
Fünf Jahre vor Merkels Machtergreifung hatte Stoiber noch klarer Stellung bezogen:
CSU: Deutschland kein Einwanderungsland ...
https://www.tagesspiegel.de › Politik
07.11.2000 - "Auch wenn man unkontrollierte Zuwanderung hat, ist man noch lange kein Einwanderungsland", kritisierte CSU-Chef Edmund Stoiber
Heute wagt Stoiber kaum noch, die linke Correctness-Mafia herauszufordern – und seine eigene Partei weiß auch nicht mehr, was sie will.

Vielleicht hilft aber das SPD-Abstiegs-Duo mit miesen Mundwinkeln und krausem Kopfputz manchem Deutschen, den Zustand unseres Landes besser zu erkennen.


Nicht anklickbare Links kopieren und ins Adreßfenster setzen!


Sigmar Salzburg

19.09.2019 05:30   Deutsch   >   Wörter und Definitionen   Beitrag einzeln


Bei „Sprachforschung.org“ gefunden:

Theodor Ickler, verfaßt am 16.9.2019:
Warum die schöne Literatur niemals gendern wird, hat Arthur Brühlmeier vor Jahren an einem Stück aus Goethes "Dichtung und Wahrheit" vorgeführt:

In ruhigen Zeiten will jeder/jede nach seiner/ihrer Weise leben, der Bürger/die Bürgerin sein/ihr Gewerb, sein/ihr Geschäft treiben und sich nachher vergnügen; so mag auch der Schriftsteller/die Schriftstellerin gern etwas verfassen, seine/ihre Arbeiten bekannt machen und, wo nicht Lohn, doch Lob dafür hoffen, weil er/sie glaubt, etwas Gutes und Nützliches getan zu haben. In dieser Ruhe wird der Bürger/die Bürgerin durch den Satiriker/die Satirikerin, der Autor/die Autorin durch den Kritiker/die Kritikerin und so die friedliche Gesellschaft in eine unangenehme Bewegung gesetzt.

Fett/farbig durch Redaktion RS.com

Sigmar Salzburg

18.09.2019 09:44   Menschen   >   Der GenderInnenwahnsinn   Beitrag einzeln


Maaßen – die Vernunft der CDU im Exil

Hans-Georg Maaßen‏ @HGMaassen

Wir sollten über eine Reform oder eine Abschaffung des öff-rechtl. Rundfunks nachdenken. Wir haben zu viele, sie sind zu teuer, zu fett, zu borniert und zu parteiisch. Sie sind überflüssig. Vor allem: 1 € im Monat pro Haushalt reicht für den ÖRR aus. (hgm)

01:47 - 17. Sept. 2019

Aus meinem früheren Beitrag hier:

Um 1950 erfüllte der damalige NWDR seinen „Vollversorgungsauftrag“ voll gültig und ausreichend – für umgerechnet 1 Euro pro Monat! Der NWDR hatte etwa 3,5 Millionen angemeldete Hörer, das waren etwa 10 Prozent der Bevölkerung im Sendegebiet. Politiker, die auch den übrigen Nichthörern noch einen „Rundfunkbeitrag“ hätten abpressen wollen, wären gesteinigt worden. Die seitherige Ausweitung des „Vollversorgungsauftrags“ auf den achtzehnfachen Gebührenwert ist durch keinerlei Verfassungsauftrag definiert und gedeckt.



Sigmar Salzburg

18.09.2019 05:48   Veranstaltungen   >   Rundfunkzwangsbeitrag   Beitrag einzeln


Die beste „Demokratie“ aller Zeiten!

20. Jahrestag
17. September 1999
Annullierung des Volksentscheids
gegen die Rechtschreib„reform“


Das Volk in Schleswig-Holstein hatte am 27. September 1998 in einer Volksabstimmung die bewährte traditionelle Rechtschreibung zur Pflichtschreibung an den Schulen bestimmt.

Am 17. September 1999 beschlossen die Volks„vertreter“ im Kieler Parlament einstimmig, das Volk zu entmündigen und sein Gesetz zu annullieren.


Weiteres siehe hier und da.

Sigmar Salzburg

17.09.2019 05:47   Rechtschreibforum   >   Gedenktage   Beitrag einzeln


Übler Zwangsgebühren-Propaganda-Funk

Die Rundfunkstaatsverträge verpflichten die Sender, sachlich und neutral zu berichten. Dennoch versuchte die Journaille des ZDF, vor der Wahl in Thüringen den stärksten Bewerber aufs Kreuz zu legen, getarnt als Bemühen um die Erörterung seiner Sprache. Darauf konnte sich Björn Höcke nicht einlassen.:
AfD-Rechtsaußen Björn Höcke bricht ZDF-Interview ab
Zu Beginn des Gesprächs, das am Sonntagabend in der Sendung "Berlin direkt" ausgestrahlt wurde, hatte der Interviewer dem AfD-Politiker kurze Videos gezeigt, in denen Partei-Kollegen von ihm mit Auszügen aus Höckes Buch konfrontiert worden waren und erraten sollten, ob diese von Höcke oder aus Adolf Hitlers "Mein Kampf" stammen. Keiner von ihnen wollte sich festlegen...
spiegel.de 15.9.2019
Offensichtlich wollte das ZDF die Empfehlungen der 120000-Euro-Expertise der Linguistin Elisabeth Wehling doch noch nutzbringend einsetzen – nicht zur eigenen Imageaufbesserung, sondern zur Zersetzung des Gegners. Allerdings war Björn Höcke seit dem 12.2.2019 durch einen Text beim NDR vorgewarnt:
»Nutzen Sie nie, aber auch wirklich nie, den Frame Ihrer Gegner«, ermahnt Wehling [...] »Und dann beim dritten, vierten, fünften Mal ergeben sich Einschleif-Prozesse im Gehirn und ein Wiedererkennungseffekt, egal ob die Sache wahrhaft ist oder eine Lüge. Und dann sagt das Gehirn irgendwann, ist mir viel zu anstrengend, das ist für mich jetzt eine Wahrheit.« (3)
(3) [url]https://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/zapp/Sprache-und-Ressentiment-haengen-zusammen,zapp11596.html[/url]
Höcke sollte also von Anfang an in die Hitler/Nazi-„Frames“ eingespannt werden. Selbst wo er sich nun im Interview-Fragment ehrbar und überzeugend geschlagen hat, wird doch bei vielen der indoktrinierten Zuschauer nur ankommen, daß schon etwas dran sein müsse an den ständigen Nazi-Vorwürfen und Hitler-Vergleichen.

Auf Facebook schildert Jürgen Pohl, MdB, auf welch heimtückische Weise die ZDF-Gang die Hitler-oder-Höcke-Schnipsel gewonnen hat, um damit den Schockangriff zu starten.

Da paßt die Pirinçci-Persiflage des ZDF-Werbespruchs: „Mit dem Arschloch sieht man besser!“


Geä.17.9.19, 16:15


Sigmar Salzburg

17.09.2019 05:22   Veranstaltungen   >   Rundfunkzwangsbeitrag   Beitrag einzeln


Gen- und Sprachverwandtschaften

Der Populationsgenetiker Luigi Cavalli-Sforza (1922 -2018) war einer der ersten, die versuchten, die Entdeckung der Struktur des Erbmoleküls durch Watson und Crick 1953 in der Erforschung des Stammbaums der Menschen anzuwenden und zugleich mit dem Vergleich der Sprachverwandtschaften zu verbinden.

Cavalli-Sforza begründete 1990 das Human Genome Projects (HGP), das zuerst von James Watson geleitet wurde. Cavalli-Sforza verwarf die Existenz von Rassen, stellte aber doch einen Stammbaum auf, der den Afrikanern 120000 Jahre getrennte Entwicklung von der übrigen Menschheit zuwies und eine Gruppeneinteilung erkennen ließ:




Wikipedia

Nobelpreisträger Watson entwickelte sich zum verfemten „Rassisten“, der den Negern geringere, den aschkenasischen Juden höhere Intelligenz als dem menschlichen Durchschnitt zuwies und dafür im hohen Alter gemaßregelt wurde.

Mein Interesse bestand in der möglichen Einordnung der sumerischen Sprache. Der zugehörige Menschentyp, beispielsweise Gudea von Lagasch, war nach den Bildnissen ein gänzlich anderer als der semitische Typ des Hammurapi.

Ich fand Verwandtschaften zum Tibetischen und Chinesischen. Der Sinologe Prof. Ulrich Unger (1930-2006), der auf der gleichen Spur war, schrieb mir 1991:
Für das vergangene Sommersemester habe ich eine Reihe von Artikeln zur Rekonstruktion des Altchinesischen und zur indosinistischen Vergleichung zusammengestellt. Auch dort ist schon manches auf den Vergleich mit dem Sumerischen abgestellt, z.B. die Bestimmung von tib. m- als Körperteilpräfix, die es gestattet m- vom m(y)ig „Auge“ abzutrennen – sodaß das verbleibende *yig sich unmittelbar mit sum. igi vergleichen läßt (Sie haben, p. 87, anders anzuschließen versucht, wie ich sehe, aber p. 93 wie ich).
Seither hat die Humangenetik erhebliche Fortschritte gemacht. So wurde 2010 erkannt, daß die 2000 in der Denisova-Höhle gefundenen Knöchelchen einer ziemlich eigenständigen Urmenschenlinie neben dem Neandertaler zugehörten. Schließlich wurde bekannt, daß die Tibeter eine besondere Rasse sind, weil sie als einzige weltweit von den Denisovanern das Gen für Höhentauglichkeit geerbt haben.

Wegen der möglichen Verwandtschaft mit den Sumerern wandte ich mich im letzten Jahr an Svante Pääbo mit der Bitte um Auskunft. Er anwortete mir umgehend per Email am 19.9.2018:
Betreff: Re: Sumerische Gen-Daten
Datum: 2018-09-19T16:12:35+0200
Von: "Svante Paabo"

Wir arbeiten nur an ältere Dinke, wie Neandertaler und Denisovaner.

Ich würde Ihnen empfehlen, Professor Johannes Krause in Jena zu
kontaktieren

MfG

Svante Pääbo.
Natürlich schrieb ich daraufhin Prof. Krause an, erhielt aber keine Antwort. Vielleicht war er zu beschäftigt und ich zu unwichtig. Oder er war schon auf meine neun Jahre zurückliegende Verteidigung des Begriffs „Rasse“ im Grundgesetz gestoßen, den er gerade aus dem deutschen Wortschatz streichen will.


Sigmar Salzburg

15.09.2019 11:24   Rechtschreibforum   >   Andere Sprachen   Beitrag einzeln


„Spiegels“ Großoffensive gegen eine bürgerliche Partei (2)

Der „Spiegel“, einst das „Sturmgeschütz der Demokratie“, ist nur noch das „Wurmgeschiß einer ArschlOchlokratie“. Der Magazingründer Rudolf Augstein war linksliberal und als Patriot ein Gegner des Holocaust-Denkmals, das er, wie andere, 1998 so bezeichnete :
Nun soll in der Mitte der wiedergewonnenen Hauptstadt Berlin ein Mahnmal an unsere fortwährende Schande erinnern. Anderen Nationen wäre ein solcher Umgang mit ihrer Vergangenheit fremd. Man ahnt, daß dieses Schandmal gegen die Hauptstadt und das in Berlin sich neu formierende Deutschland gerichtet ist.
spiegel.de 30.11.1998
Heute sind ähnliche, ganz richtige Worte aus der AfD der angebliche „Beweis“ für deren „Nazitum“, denn der „Spiegel“ ist inzwischen mehrheitlich eine Mitarbeiter-KG linksextremer Deutschlandabschaffer plus Gruner+Jahr und Augstein-Family. Ihr größter, aber noch recht schwacher Angstgegner ist seit 2013 die deutsch-bürgerliche AfD, durch den sie ihr sicher geglaubtes Heilsziel für das „Neue Deutschland“ – 33 Prozent Moslems, 33 Prozent Neger, 33 Prozent sonstige Bunte, Auflösen in der EU – in Gefahr sehen.

Nach etlichen Niederlagen, z.B. Relotius, wollen die Spiegelleute nun zeigen, daß sie doch noch die Macht haben, eine unerwünschte demokratische Partei zugrundezurichten.

Dazu ist ihnen nun der übelste denkbare Schachzug eingefallen:

Sie lassen eine bedauernswert kaputte Figur zu Wort kommen, den Sohn des 1946 hingerichteten Naziverbrechers und Polen-Generalgouverneurs Hans Frank. Niklas Frank trägt immer das Bild seines Vaters mit gebrochenem Genick bei sich und soll nach eigenen Angaben auf seinen Tod onaniert haben.

Zu jedem Satz aus der AfD läßt er sich eine passende eigene „Erinnerung“ einfallen. Dabei hat er sich alles nur angelesen, denn er hatte, 20 Tage jünger als ich, selbst kaum etwas davon mitgekriegt.

Mich ekelt eine solche Perfidie so an, daß ich nichts weiter schreiben kann und es daher bei dieser Eigenwerbung von SPON belasse:
Gutes lesen. Mehr verstehen.
Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 37/2019.

spiegel.de 6.9.2019

Unsere Empfehlung zum Weiterlesen:

Von wegen "bürgerlich"


Sigmar Salzburg

14.09.2019 17:30   Rechtschreibforum   >   Spiegel Online   Beitrag einzeln


Sehschärfe wie das Hubble-Teleskop

Die Trump'schen Twitter-Launen sind mittlerweile allseits bekannt. Dass der US-Präsident aber sensible militärische Informationen über den Kurznachrichtendienst teilt, wäre neu. Nach der Explosion in einer iranischen Weltraumanlage hatte Trump nämlich Ende August ein Satellitenbild des Schauplatzes geteilt, um die Unschuld der USA an diesem Vorfall zu beteuern.

Schnell wurde bei BBC spekuliert, dass es sich dabei um geheimes militärisches Bildmaterial handeln könnte. Die Auflösung sei viel zu hoch für übliche Satellitenfotos gewesen. Immerhin konnte man [aus 385 km Entfernung] unter anderem die persischen Schriftzeichen rund um die Weltraumanlage klar erkennen ...

derstandard.at 13.9.2019



... ich rate mal: „Erringung nationaler Macht“ (arab. اقتدار ).


Sigmar Salzburg

14.09.2019 07:28   Rechtschreibforum   >   Andere Sprachen   Beitrag einzeln


Zuwenig Hirn?

Erst jetzt, wo die Nachmittagssonne tief in mein Westfenster scheint, sehe ich, daß eine mit einem Kreuz gezeichnete Spinne ein schönes Netz wenige Fingerbreit davor gehängt hat. Die Größe dieses Wunderwerks ist etwa 30 mal 40 Zentimeter, natürlich mit Fadensicherungen zu allen Seiten der Fensterleibung. Sie sitzt in der Mitte, ist weder vom leichten Wind noch durch das Öffnen des Fensters zu beeindrucken und läßt sich unterseitig von der Sonne bescheinen.

Ob sie ein Bewußtsein hat für ihre Situation wie ich mit fünf Jahren, als ich vor unserer Haustür in der Morgensonne saß und mir unvergeßlich bewußt wurde, daß ich ein Bewußtsein habe? Vor 11 Jahren stand bei Spiegel online:


Nicht nur Menschen sind sich ihrer selbst bewusst, glaubt der Wissenschaftsjournalist Alun Anderson. Sondern auch Schaben und Bienen... Ich habe eine Zeit_lang erforscht, wie Honigbienen den Weg durch mein Labor finden konnten ... Nachtaktive Spinnen leben in einer Welt leisester Schwingungen und feinster Luftströme, mittels deren sie bei totaler Dunkelheit vorbeisurrende Fliegen aufspüren können...

PS 14.9.19: Am Abend hatte die Spinne ihren Posten verlassen. Heute sitzt sie wieder im Zentrum, aber es ist ihr wohl noch niemand ins Netz gegangen.
PS 17.9.19: Gestern abend hatte sie bis Sonnenuntergang ausgeharrt. Im mittäglichen Sonnenlicht sehe ich, daß ein unterer Fünftelkeil des Gespinstes verschwunden ist. Nun wird sie das Netz wohl aufgeben. – Regen und Wind haben am Nachmittag den Rest hinweggefegt.


NB: Natur-Lexikon.com – Im August beginnt die Paarung. Die Männchen werden dabei häufig vom Weibchen gefressen. Sie spinnen an das Netz des Weibchens einen Bewerbungsfaden und zupfen daran. Das Weibchen erkennt das Männchen am Zupfen. Dabei bedienen sich die Spinnen sogenannter "Hörhaare" an den Beinen.

Sigmar Salzburg

13.09.2019 15:13   Rechtschreibforum   >   Es gehört nicht hierher, aber dennoch ... 2   Beitrag einzeln


Beissangriffe auf die ss-Reform

An der Straßenbahnhaltestelle vor dem Berliner Hauptbahnhof (Mitte) nahm er ein fünfjähriges Kind hoch und biss ihm in die Wange. Jetzt steht Daniel K. (20) vor dem Berliner Landgericht. „Die Zahnabdrücke waren zwei Tage lang auf der Wange meiner Tochter zu sehen“, so Mutter Aileen D. (40) als Zeugin. Der Beißangriff ereignete sich am 15. März 2019 gegen 16.55 Uhr...
Der Mann aus Eritrea griff nicht zum ersten Mal willkürlich Fremde auf der Straße an...
bz-berlin.de 11.9.2019

Es scheint, daß sich besonders gerne Afrikaner mit psychischen Störungen auf den Weg nach Deutschland machen. – Gewarnt werden muß aber vor dem Lesen der gleichen Nachrichten bei Pi-News: Damit kann man sich seine reformierte Rechtschreibung verderben:

Nach dem Beissangriff kam Daniel K. in Untersuchungshaft... Aufgrund einer psychischen Erkrankung soll er nicht schuldfähig sein.
pi-news.net 13.9.2019


Sigmar Salzburg

13.09.2019 09:44   Rechtschreibforum   >   Nein zu Heyse 3   Beitrag einzeln


„Spiegels“ Großoffensive gegen eine bürgerliche Partei

Nils Minkmar, Ex-FAZ, war die Aufgabe zugefallen, der AfD das Prädikat „bürgerlich“ abzusprechen, das eine arglose MDR-Moderatorin entgegen der Sprachregelung im Staatsfunk der Partei verliehen hatte – und das ein alter Bürgerlicher wie Alexander Gauland (40 Jahre CDU) selbstverständlich auch für sich in Anspruch nimmt.
AfD nennt sich "bürgerlich" – Das ist Bürgerbeleidigung
Um das zu untermauern, kehrt Minkmar erstmal seine Bildung heraus und zitiert Solons Antwort auf die Frage des Krösus nach dem glücklichsten Menschen:
Weiter gedrängt, nannte er schließlich Tellos von Athen - einen völligen Nobody. Sein Glück bestand darin, führt Solon aus, als respektierter Bürger in einer Stadt gelebt zu haben, eine Familie gegründet und Kinder großgezogen zu haben und schließlich im Kampf um die Verteidigung der Stadt ehrenvoll gefallen zu sein.
Also das Idealbild einer bürgerlichen Familie, wie es auch AfD-Wählern vorschweben könnte, das aber gerade von den linken Meinungsmonopolisten bekämpft wird. Minkmar erklärt zunächst anlaßlos, daß Trump und Putin nicht bürgerlich seien, beschreibt dann aber auch scheinbar* das, was in den Sechzigerjahren einmal war und wie es viele Bundesbürger und AfD-Wähler gerne wieder hätten:
Bürgerlich hingegen ist ein Leben in einer Gemeinde oder Gemeinschaft, also das Miteinander und die Achtung darauf, was die Nachbarn von dir halten - in solch einer Gesellschaft strebt keiner nach einem Monopol an Macht oder Reichtum...

Mit der Antwort macht Solon sich unabhängig von der Erwartung des mächtigen Königs. Er hielt sich an die Sache - vielleicht das wesentliche Merkmal des bürgerlichen Diskurses. Man soll sich um ein unabhängiges, sachliches Urteil, um die Wahrheit bemühen, unabhängig davon, was der Machthaber - in der Monarchie der König, in der Demokratie das Volk - erwartet.
Das Volk soll also von denen geführt werden, die sich um ein „unabhängiges, sachliches Urteil, um die Wahrheit bemühen“ – also in der Höchststufe Merkel und die linksgrünen Zwerge. In dieser „Demokratie“ hat das Volk nichts zu sagen! Nun kann Minkmar endlich seine Definition von Populismus anbringen:
Darum kann eine populistische Partei nie bürgerlich sein: Ihre Rhetorik, beispielsweise die Warnungen vor Überbevölkerung*, dem Untergang des Abendlandes* oder die These vom drohenden großen Bevölkerungsaustausch* - all das dient allein dem Zweck, die Zuhörerinnen und Zuhörer emotional aufzuwühlen.

spiegel.de 3.9.2019
Alle Dinge, die für das Wohlergehen und die Zukunft des Volkes von Bedeutung sind (außer dem Klima), dürfen nicht angesprochen werden. Insofern ist Minkmar geistesverwandt mit dem Arschlöcher-Kahrs von der „bürgerlichen“ SPD, der ebenfalls dafür eintritt, daß die AfD nicht alles sagen darf:
„So ist das, wenn man rechtsradikal oder rechtextremistisch ist. Deswegen gehören Sie auch verboten.“


Sigmar Salzburg

12.09.2019 10:53   Rechtschreibforum   >   Spiegel Online   Beitrag einzeln


Vom Facebook des S-H Elternvereins e.V.

Schleswig-Holsteinischer Elternverein e.V. / G9 jetzt Schleswig-Holstein
10.09.19, 08:56

"Das Verwaltungsgericht Wiesbaden hat einen Eilantrag gegen den neuen staatlichen Islam-Unterricht in Hessen abgelehnt. Das Land ist somit nicht mehr auf einen Partner wie die umstrittene türkisch-islamische Union Ditib angewiesen,..."

Susanne Schröter
09.09.19, 22:40

Der "Zentralrat der Muslime in Deutschland" (ZMD) hatte gegen die Entscheidung des hessischen Kultusministeriums geklagt. Ein Dachverband, der die Nachfolgeorganisation der grauen Wölfe, das "Islamische Zentrum Hamburg", die zentrale Vorfeldorganisation der Mullahs in Deutschland und eine Reihe von Zentren und Vereinigungen versammelt, die der Muslimbruderschaft zugerechnet werden. Obwohl in diesem Fall nicht als Partner des Staates beteiligt, befürchtete der ZMD offenbar, dass dem politischen Islam eine zentrale Einflussmöglichkeit entzogen würde. Gut, dass das Verwaltungsgericht diesem Spiel einen Riegel vorgeschoben hat.


Kevin Kraus

11.09.2019 13:30   Veranstaltungen   >   Schleswig-Holsteinischer Elternverein e.V.   Beitrag einzeln


Fehllesungen und Rechtschreibfehler sind ganz gefährlich!

Um 2000 machte ein Semitist unter dem Pseudonym Christoph Luxenburg mit einer Veröffentlichung auf sich aufmerksam, in der er behauptete, viele Stellen im Koran durch fehlgedeutete Wörter aus dem Syro-Aramäischen besser erklären zu können. Gern zitiert wurde, daß Mohammeds „Huri“ genannten Paradiesjungfrauen eine poetische Umschreibung für Weintrauben im angeblich in Mekka verbreiteten Aramäischen bedeuteten. Das scheint mir im Zusammenhang nicht möglich:
كَذَٰلِكَ وَزَوَّجْنَاهُم بِحُورٍ عِينٍ
„Genau so (wird's sein), dazu vermählen Wir sie mit (groß)äugigen Huris“ – Der Text bedeutet nach dem islamischen Gelehrten und Rechtsgutachter Mahmud al-Masri, „einem populären Prediger innerhalb und außerhalb Ägyptens“:
„… Unser Herr – er sei erhoben – wird Dir [gemeint sind die männlichen Zuschauer] zwei Gruppen von Ehefrauen im Paradies schenken: [die erste Gruppe] ‚Hur ‘Ain‘, diese hat unser Herr extra für uns im Paradies geschaffen. Allah – er sei erhoben – sagte: ‚Und wir werden sie mit holdseligen Mädchen [arab. Huru l-‘Ain] vermählen, die große, herrliche Augen haben.‘ (Sure 44, 54). Und – er sei erhoben – er sagte: ‚Wir haben sie als eine wunderbare Schöpfung erschaffen und sie zu Jungfrauen gemacht, liebevolle Altersgenossinnen‘ (Sure 56, 35-37).

Evang. Institut für Islamfragen, 18.4.2015
Das entscheidende Wort, das Luxenburgs Deutung unmöglich macht, ist „zawwajna“, „wir vermählen“, mit der Wortwurzel „zwj“, die „paaren, vermählen“ bedeutet. Warum sollte ein rechtschaffener Moslem nach seinem Tod mit Weintrauben vermählt werden?

Die Sure soll Mohammed in Mekka „offenbart“ worden sein. Dort lebte er noch unter der Fuchtel seiner 15 Jahre älteren Ehefrau und durfte sich sein Paradies nur im Jenseits vorstellen. Nachdem sie kurz vor der Hedschra gestorben war, konnte er sich dann über die erlaubten vier Frauen hinaus durch eine Sonderoffenbarung „Gottes“ mehr als zehn Ehefrauen genehmigen.

Siehe auch Fazıl Say


Sigmar Salzburg

10.09.2019 03:01   Rechtschreibforum   >   Andere Sprachen   Beitrag einzeln


Prabel, bewährt im Denken und Schreiben



Ramelow oder Mohring, wer bekommt den Rückenwind vom Staatsfernsehen?

Veröffentlicht am 7. September 2019 von Wolfgang Prabel

In Sachsen und Brandenburg haben die beiden Regierungschefs Kretschmer und Woidke davon profitiert, daß die Medien wie der Duracell-Hase dafür getrommelt haben, daß die AfD nicht stärkste Partei wird. Es gab öffentlich-rechtlichen Rückenwind für die jeweiligen größeren Regierungsparteien, die kleinen Parteien wie Linke und FDP waren die Opfer der Schlußpropaganda.

Nun fragen sich die Experten welche Partei in Thüringen in der Endphase des Wahlkampfs von den Medien geheipt*) werden wird. Die Linke mit MP Ramelow oder die CDU unter Spitzenkandidat Mohring?**) ...

… weiter bei prabelsblog.de 7.9.2019

Wolfgang Prabel hat sich diesmal die Mühe gespart, seinen Artikel für Pi-News auch noch auf das dort erwünschte Dass-Deutsch umzustricken. Gut so!

*) „geheipt“ ist wohl eine Eindeutschung von „gehypt“ (gegen Kohle?). Trotz drängender Erleichterungsnotdurft hatten die „Reformer“ das noch nicht gewagt.

**) Ob nun das Staatsfernsehen für die SED-Nachfolger trommeln wird?


Sigmar Salzburg

09.09.2019 18:12   Rechtschreibforum   >   Andere Foren   Beitrag einzeln


Gödels Gottesbeweis und die Wirklichkeit

Bei Spektrum.de schreibt der Astronom Florian Freistetter in seiner mathematischen Unterhaltungskolumne über den „Gottesbeweis“ des berühmten Logikers Kurt Gödel.

Dieser hatte 1930 mit dem „Gödelschen Unvollständigkeitssatz“ die Hoffnung des Mathematikers David Hilbert zunichte gemacht, Widerspruchsfreiheit in den wichtigsten mathematischen Systemen sicherstellen zu können. Mit seinem „Gottesbeweis“ hatte Gödel weniger Glück, obwohl sein Formalismus kürzlich durch Großrechnereinsatz für richtig befunden wurde.

Das liegt, etwas gewagt nach Böckenförde, daran, „daß die Wirklichkeit von Voraussetzungen lebt, die durch Axiome ihrer Gläubigen nicht garantiert werden können“. Ein solches Axiom hatte ich hier schon als sinnlos nahegelegt.

Freistetter folgt ähnlichen Gedanken und schreibt schließlich:
Kurz gesagt: Auch wenn die Logik des Gottesbeweises korrekt ist, ist das Ergebnis trotzdem nur so viel wert wie die Annahmen, auf denen es basiert. Um die Existenz Gottes nach der gödelschen Methode beweisen zu können, muss man davon ausgehen, dass sich Begriffe wie »göttlich« überhaupt eindeutig definieren lassen. Oder noch vereinfachter gesagt: Mit Mathematik lässt sich nur dann die Existenz Gottes »beweisen«, wenn man an die Existenz Gottes glaubt.
spektrum.de 8.9.2019
PS: Die Kleinschreibung der adjektivisch gebrauchten Eigennamen, der Spektrum in unterwürfigem Reform-Eifer immer noch folgt, ist hier erträglich – im Gegensatz zum „gödelschen Unvollständigkeitssatz“, den Freistetter geflissentlich vermeidet. Siehe auch dies.



Sigmar Salzburg

09.09.2019 13:56   Rechtschreibforum   >   Kirchen und Religion   Beitrag einzeln