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Die 20 neuesten Rechtschreibbeiträge ...


Klonovsky zitiert aus einem englischen „Blog“

21. Juni 2018

Ein Leser weist mich auf die Webseite mit dem vielversprechenden Namen "Inselaffenartigkeiten" hin, auf welcher eine Reihe exzellenter Aphorismen in Frakturschrift geschrieben stehen, was insofern erstaunlich ist, als es sich bei dem Autor offenbar um einen Engländer handelt, der in, wenn das Paradox gestattet ist, introvertierter Exzentrizität Blogs in mehreren Sprachen betreibt, seit einigen Jahren freilich verstummt ist. Ich gestatte mir, einige der Sentenzen zu zitieren:

"Die Aristokratie bringt Aphorismen hervor, die Demokratie Parolen."

"Ohne Rücksicht auf den Selbstwert predigt das Böse das Selbstwertgefühl."

"Wäre die rassisch-biologische Ungleichheit der Menschen nicht eine offenkundige Tatsache, hätte sie wenig Beleidigungskraft."

"Könnten die Tatsachen ein Pferd kränken, so hätte der Zeitgeist schon entschieden, daß es weder Vollblütler noch Schindmähren gibt, sondern nur Ebenbürtige, und die Hippologie hätte sich mit der Anthropologie zusammengetan, um zu verkünden, der Glaube an Unterschiede sei eine böse und unwissenschaftliche Einbildung."

"Es bleibt abzuwarten, ob sich eine Zivilisation gegen eine Horde mit politikwissenschaftlichen Diplomen bewaffnete Vollhorste erfolgreich verteidigen kann."

"Der Trieb, die europäischen Völker zu zerstören, wird von der Forderung begleitet, jeder Mensch davon müsse die Zerstörung feiern, andernfalls werde er als böse verunglimpft. So eine schön gemachte und verfeinerte Grausamkeit ist fast bewundernswert."

"Die Demokratie ist die beste Gewähr, die wir dafür haben, daß die Macht nicht in anständige und ehrenhafte Hände fallen wird."

"Innerhalb der Grenzen von den quantitativen Eigenschaften der beobachtbaren Erscheinungen ist die naturwissenschaftliche Denkweise ein Denkwunder. Außerhalb davon wird sie eine vertraute und vielgefeierte Art der Dummheit."

"Verliehe der Gleichheitsglaube kein Überlegenheitsgefühl, verlöre er viel von seinem Reiz."

michael-klonovsky.de 21.6.2018

Sigmar Salzburg

24.06.2018 04:47   Rechtschreibforum   >   Andere Foren   Beitrag im Faden   Beitrag einzeln


Nach fast 500 „Deutschstunden“ auf den Hund gekommen:

Peter Schmachthagen (ein Pseudonym), von keinen Zweifeln an der „Reform“ von 1996 geplagt und bissiger Gegner der Reformreform von 2006, macht nebenbei auch Werbung für Duden-Erzeugnisse:
Die gesamte Zeichensetzung (Interpunktion) lässt sich auf 110 Zeilen nicht darstellen. Ich empfehle für Wissbegierige das Duden-Taschenbuch „Komma, Punkt und alle anderen Satzzeichen“, in dem Sie für 15 Euro auf 256 Seiten 300 Regeln und Ausnahmen von diesen Regeln dargeboten bekommen.
Theodor Ickler hat sie in seinem Rechtschreibwörterbuch (Leibniz) auf 12 Seiten dargestellt – mit ausführlichen Beispielen! Schmachthagen besteht als fast wichtigstem auf der unsinnigen neuen Kommapedanterie:
Ein nachfolgender Begleitsatz zur wörtlichen Rede wird seit der Rechtschreibreform immer mit einem Komma abgetrennt, auch (und das ist neu) wenn die wörtliche Rede mit einem Frage- oder Ausrufezeichen endet: „Wie geht es dir?“, fragte er. „Das ist zu viel!“ , schimpfte der Vater.
Guter deutscher Sprachstil ist es, bei Aufzählungen „und“ oder „oder“ nur einmal vor dem letzten Glied zu gebrauchen (anders als z.B. im Arabischen, wo man „wa“ (und) jedesmal wiederholen muß). Wenn die (auch hörbare) Zäsur auf andere Weise sichergestellt ist, braucht man selbstverständlich kein Komma: „Was sah er? Ratten! Mäuse! Gewürm!“

Bedeutsamer ist Schmachthagens Unterscheidung von „da“ und „weil“:
„Eingemachte“ kommen wir beim semantischen (wortbedeutenden) Unterschied der beiden Konjunktionen da und weil in vorangestellten Kausalsätzen (Begründungssätzen). Demnach sollten wir „da“ gebrauchen, wenn wir etwas allgemein Bekanntes als Grund nennen: Da heute Sonntag ist, sind die Geschäfte geschlossen. Dass Sonntag ist, dürfte bekannt oder aus dem Kalender zu entnehmen sein.

Also ist es nichts Außergewöhnliches, falls die Geschäfte nicht geöffnet haben. Die Konjunktion „weil“ bietet hingegen etwas Neues, Ausgefallenes: Weil es draußen in Strömen regnet, konnte ich noch nicht mit dem Hund spazieren gehen. Der Regen ist also die Begründung, dass der Hund inzwischen an der Kommode das Bein gehoben hat, nicht meine Unlust zum Spazierengehen.
abendblatt.de 19.6.2018
Als Verb soll dann nach der „erleichternden“ Urreform wieder „spazieren gehen“ geschrieben werden – ob auch nach letztem Duden, weiß ich nicht, interessiert mich auch nicht.


Sigmar Salzburg

23.06.2018 09:44   Zeitungen, Rundfunk, Fernsehen   >   Hamburger Abendblatt   Beitrag im Faden   Beitrag einzeln


Achse des Guten

Volker Seitz
„Fluchtursachenbekämpfung“ ist das Unwort des Jahres

Das Wort Fluchtursachenbekämpfung ist meines Erachtens das Unwort des Jahres wegen Vortäuschung von Lösungen, die es NICHT gibt. Es wird immer davon geredet, Europa müsse die Fluchtursachen bekämpfen, komischerweise benennt niemand, was die Fluchtursachen sind. Ja, was sind denn die Fluchtursachen? Das bleibt irgendwie immer im Dunkeln, denn würde man die sogenannten Ursachen benennen, wäre schnell klar, dass Europa gar nicht in der Lage ist, diese zu beseitigen...

Volker Seitz war von 1965 bis 2008 in verschiedenen Funktionen für das deutsche Auswärtige Amt tätig, zuletzt als Botschafter in Kamerun, der Zentralafrikanischen Republik und Äquatorialguinea mit Sitz in Jaunde...

achgut.com 22.6.2018

Die „Fluchtursachenbekämpfung“ hat schon Gregor Gysi am 9.9.2015 als Vertreter der damaligen komplizenhaften „Opposition“ von Merkel im Reichstag gefordert.

Sigmar Salzburg

22.06.2018 12:30   Rechtschreibforum   >   Andere Foren   Beitrag im Faden   Beitrag einzeln


Der „Bein amputierte“ Storch der Steinzeit-„Reform“...

... von 1996 spukt immer noch in den Köpfen herum. Auch beim Rechts-Portal „Pi-News“ folgen die Hauptbeiträger der Links-Rechtschreibreform. Zum Fall der vermißten und wohl ermordeten Sophia Lösche heißt es:
Der Tat verdächtige LKW-Fahrer Merabet B.* (41) wurde am Dienstag in Bailén, etwa 650 km vom Fundort entfernt, auf seinem Weg nach Marokko festgenommen.
pi-news.net 21.6.2018
Glaubt man dem Getwitter der politisch korrekt eingenordeten Freunde und Verwandten, dann muß Sophias erster und letzter Gedanke während ihrer Ermordung gewesen sein, „sich in diesem Moment klar gegen rechte Hetze und Rassismus zu stellen“, und unkorrekte Empörung nicht zuzulassen.

*) Nachtrag – Leser VivaEspaña 23. Juni 2018 at 03:22
Heute abend hat BLÖD den Namen des Truckers von Merabet B. (gestern) in Boujemaa L.(heute) geändert...



Sigmar Salzburg

22.06.2018 06:00   Beispielsammlung über Sinn und Unsinn   >   GZS 3   Beitrag im Faden   Beitrag einzeln


Adorján F. Kovács

Der ungarischstämmige Professor schreibt in seinem „Blog“ in der „Freien Welt“:

Es ist mittlerweile egal, ob und wann die Bundeskanzlerin ins Exil geht...

Sie hat, und seit der Wahl 2017 kann man sagen: mit Zustimmung von 87% der Wähler, geschafft, was ihr berühmtester Vorgänger nicht geschafft hat: „Die Hitlers kommen und gehen, das deutsche Volk bleibt bestehen“, meinte sogar noch Stalin.

Nein, Merkel geht und das deutsche Volk gibt es nicht mehr, jedenfalls nicht mehr so, wie man es seit dem Hochmittelalter kennt. Auch die Ostpreußen, Pommern und Schlesier gibt es ja nicht mehr, sie sind durch ethnische Säuberung verschwunden; nun werden bei Niedersachsen, Westfalen, Hessen und Schwaben Verdrängungsprozesse einsetzen, die zum Verschwinden dieser deutschen Stämme führen werden...

freiewelt.net 20.6.2018


Sigmar Salzburg

21.06.2018 08:23   Rechtschreibforum   >   Andere Foren   Beitrag im Faden   Beitrag einzeln


Mein Kommentar zur laufenden Politik:

Der unbedingte Machtwille

Hitler gelang (gegen die SPD) in zwölf Jahren
die Teilabschaffung Deutschlands:

Reichstagswahl November 1932:
NSDAP 33,1 Prozent – SPD 20,4 Prozent


Merkel gelingt (mit der SPD) in zwölf Jahren
die Einleitung der Abschaffung Rest-Deutschlands:

Bundestagswahl September 2017:
CDU/CSU 33 Prozent – SPD 20,5 Prozent


Sigmar Salzburg

21.06.2018 08:18   Rechtschreibforum   >   Schwarzer Humor, Satire   Beitrag im Faden   Beitrag einzeln


BILD BILDET

Wieder Belemmerung mit Reform- und Duden-Werbung:

ANDREAS KLIK IST DEUTSCHER RECHTSCHREIB-MEISTER
Können Sie das, was dieser Lehrer kann?

[Bild] Andreas Klik (43, M.) und seine Schüler: Der Berufsschullehrer gewann Deutschlands größten Diktat-Wettbewerb, obwohl er nie Bücher liest! ... Trotzdem gewann der Berufsschullehrer (Englisch und Controlling) aus Hamburg Deutschlands größten Diktatwettbewerb.

Der fand am Dienstag in Frankfurt statt, organisiert von der "Bildungs-Stiftung Polytechnische Gesellschaft". 280 Schüler, Lehrer und Eltern aus ganz Deutschland traten an.

Aufgabe: Ein Diktat mit 51 fiesen Sprachfallen möglichst fehlerfrei aufschreiben. Klik patzte nur dreimal. Wie ist das möglich, ohne Bücherwurm zu sein?

Um sich auf den Wettbewerb vorzubereiten, hatte Klik 3000 Begriffe aufgeschrieben, deren Rechtschreibung er nicht kannte. Zum Beispiel „Schlafittchen”, „Wennschon, dennschon” und „Tête-à-tête”. Die paukte er auswendig.

Sein Vorteil: Er ist hochbegabt. „Höchstintelligent”, nennt er das. Seinen genauen IQ möchte er nicht verraten, er liegt aber über 145 (normal sind 100)...
Das Diktat

Eklat am Spielfeldrand

Die Fußballsympathisanten, die eingangs noch als unprätentiöse Gruppe daherkamen, scharten sich um den wutschäumenden Hitzkopf an der Seitenauslinie. Wild drauflosschimpfend hielt der Rädelsführer ein höchst achtunggebietendes Plädoyer für das Vor-die-Tür-Setzen des Trainers.

Nicht nur, dass sich die Offensive seit dem Meniskusriss des athletischen Zehners zur Achillesferse des Teams entwickelt habe, auch das kopflose Nach-vorn-Spielen aufs Geratewohl sei sinn- und zwecklos. Das Dribbelspiel beim Tikitaka sei ohne jeden Pep.

Darüber hinaus sei der neue Außenverteidiger zwar ein echter Kaventsmann, in der Defensive aber phlegmatisch. Auch die Zwei-zu-eins-Niederlage gegen den vorher dreimal punktlosen Tabellenelften zeuge vom zurzeit dilettantischen Niveau. Zweifelsohne sei der rückgratlose Coach schuld. Bloß um keine Zwietracht zu säen, lasse er jeden Einzelnen auf das Grün. „Wenn wir die Nummer eins sein wollen, muss das Spiel mutig attackierend und vorwärtsgerichtet sein, Punktum!“, zeterte der Neunmalkluge freiheraus.

Der Trainer hatte die gesamte Tirade mitgehört und schien Ernst zu machen. „Zeigen Sie doch, was Sie draufhaben. Damit es ab nächstem Samstagnachmittag wieder rundläuft, coachen Sie dann ab morgen das Team!“

Auf einmal machte sich der Wichtigtuer D-Zug-artig von dannen. So schnell war auf diesem Exerzierplatz definitiv noch kein Einziger gesprintet.
Das ist der Text, mit dem Andreas Klik den Diktat-Wettbewerb gewann. Auf der ersten Seite machte er nur einen Fehler: „drauflosschimpfend” schrieb er in drei Wörtern ...

Die zweite Seite von Kliks Diktat-Mitschrift. Seine Fehler hier: „Punktum” schrieb er klein, „freiheraus” getrennt... [...wie schrecklich!]

bild.de 16.6.2018

Analyse: 191 Wörter: Reform (nichtsnutzig:) 1 dass, („erleichternd“:) Meniskusriss, muss, (Grossstuss:) jeden Einzelnen, kein Einziger;

Nicht durch die „Reform“ erleichtert, eher verwirrend geworden:

Eklat(aber das deutsche Stammwort „rauh“ mußte sein „h“ sinnfrei lassen);

achtunggebietend“ (Reform „Achtung gebietend“ v. Duden empfohlen, aber wg. „höchst“ Zusammenschreibung);

Meniskusriss“ (sollte wohl regelkonform zu „Menisskussriss“ verleiten);

Pep“ (engl., nicht reformdeformiert wie „Stepp“ und „Tipp“, aber wer begreift schon die höhere Reformweisheit: Pepp“),

Tikitaka“ (Google fragt: Meintest du: Tiki Taka?, Wiki meint: „Tiki-Taka oder Tiqui-taca ... Spielstil ... charakterisiert durch Kurzpassspiel“, – nie gehört, da kein Fußballfan),

punktum“ (muß jeder ein lat. Substantiv erkennen? Es wirkt wie ital. „basta“)

usw. usw.

Warum müssen im Deutschdiktat so viele lateinische, spanische, französische und englische Wörter auf orthographische Richtigkeit geprüft werden, teilweise noch in der reformverstümmelten Beliebigkeitsversion?


Sigmar Salzburg

20.06.2018 10:52   Zeitungen, Rundfunk, Fernsehen   >   Bildzeitung   Beitrag im Faden   Beitrag einzeln


Die Ersten des Staates ...

Das System Erdoğan
Niemand lacht in seiner Gegenwart ...
[... auch wir nur von ferne über die dusselige Gallmann-Großschreibung!]

Der türkische Präsident Erdogan ist im Zenit seiner Macht - und doch fürchtet er, bei der Wahl am Sonntag alles zu verlieren. In seinem Palast bereiten die Ersten ihre Flucht vor...
spiegel.de 15.6.2018


Sigmar Salzburg

20.06.2018 08:56   Beispielsammlung über Sinn und Unsinn   >   GKS 4   Beitrag im Faden   Beitrag einzeln


Arschkarte für die „Reform“

Die Kultusminister und ihre „Reformer“ waren vor den neuen „ss“ gewarnt. Sie beharrten jedoch darauf, das altromanische „As“ dem amerikanischen „Ass“ (Arsch) anzugleichen („Pluss“ war „chancenlos“).

Seither meiden alle Journalisten die Benennung von Sportlern z.B. als „French-Open-Ass“. Die Grenze zwischen Englisch und Deutsch verschwimmt jedoch zusehends, besonders wo man deftiges Deutsch scheut.

Neulich signalisierte mir Google für das Wort „culone“:

Italienisch erkannt –„culone“ ... Deutsch „fat ass“
Im anklickbaren Hörbeispiel hört man jedoch akzentfrei das neudeutsche „fett Ass“ – für unbedarfte Reformschüler eine veredelnde Aufwertung.

Eigentlich suchte ich ein Ersatzwort für Helmut Kohls einst berüchtigtes Aussitzen von Problemen, das nun von seiner Nachfolgerin noch breitärschiger fortgeführt wird. Der unfeine Herr Berlusconi hat leider auch das Italienische unmöglich gemacht.


Sigmar Salzburg

18.06.2018 18:12   Beispielsammlung über Sinn und Unsinn   >   Englisch, Anglisch und Njudeutsch   Beitrag im Faden   Beitrag einzeln


Unter Adenauer und Erhard wäre so etwas nicht passiert!

Um etwa 1964 hatte ich eine Übertragung der Debatte im Bonner Bundestag zum Bundeshaushalt verfolgt. Er betrug damals etwa 60 Milliarden Deutsche Mark, davon ein Drittel für die Verteidigung.

100 Euro (oder 195,58 DM) heute hatten 1965 eine Kaufkraft von 47,43 DM (24.25 Euro). Das heißt, die 78 Milliarden Euro, die der Finanzminister kürzlich für die „Flüchtlinge“ lockergemacht hat
[ https://youtu.be/t_M5J2xmj8g ], hätten 1965 sage und schreibe 62 Prozent des Bundeshaushalts ausgemacht, oder 37 Milliarden DM – auf vier Jahre verteilt immer noch 15 Prozent.

Der damalige Verteidigunghaushalt belief sich auf etwa 20 Milliarden. Fast soviel hätte auch die Rechtschreib„reform“ an Schäden in der Volkswirtschaft angerichtet, wenn man die vom Bund der Steuerzahler am 16. Mai 1999 auf 50 Milliarden DM geschätzte Maßnahme schon 1965 durchgeführt hätte.


Sigmar Salzburg

18.06.2018 15:25   Rechtschreibforum   >   Kosten, Kosten, Kosten   Beitrag im Faden   Beitrag einzeln


Astrid Schulz an Eltern im SHEV

[SHEV] MATHEMATIK: Wenn Noten schlechter werden, ist "einfacher" machen die richtige Lösung?

Lutz Glaeßner, Schulleiter an der Holstentor Gemeinschaftsschule in Lübeck, sagte NDR 1 Welle Nord: Ein Problem sei, dass Lehrer kaum noch Zeit für den einzelnen Schüler hätten.


Das Bildungsministerium will die Gründe für die schlechteren Mathenoten jetzt gemeinsam mit den Schulen analysieren.
Viele Jungen und Mädchen, die sich für Mathematik begeisterten und das Fach später studierten, entschieden sich nicht für den Lehrerberuf.


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Abinoten: Mathe muss einfacher werden
13.06.18
Glosse von Matthias Popien

Weil Schleswig-Holsteins Schüler bei ihren Abschlussprüfungen schlechte Mathematiknoten bekommen haben, will Wirtschaftsminister Bernd Buchholz (FDP) den Unterricht nun „unterhaltsamer“ machen. Lieber Herr Buchholz, wir verstehen Ihren Ansatz. Und ja, es ist Ihnen mit Ihrem Ratespiel „Wann wird die A 20 fertig?“ sehr schön gelungen, die Menschen für Straßenbau und all seine unterhaltsamen Widrigkeiten zu begeistern. Wer einmal das Glück hatte, die Ereigniskarte „Zwergschwäne“ zu ziehen und damit die Planungen um eine vollkommen unzwergenhafte Jahreszahl zurückzuwerfen, der versteht, warum dieses Spiel Suchtpotenzial hat.

Aber, lieber Herr Buchholz, bei Mathematik kommen wir so nicht weiter. Mathe muss nicht unterhaltsamer, Mathe muss einfacher werden. Es ist schlicht nicht einsehbar, warum 1 x 1 wiederum 1 ist, 1 + 1 aber 2. Das ist nicht unterhaltsam, das ist nicht attraktiv, das ist einfach nur verwirrend. Und immer diese Textaufgaben! Sie sollten schon allein deshalb abgeschafft werden, weil man da ja auch noch lesen und schreiben können muss, um sie zu lösen. Mathematik darf nicht überfrachtet werden. Dreisatz bitte nur noch im Deutsch-unterricht, da lassen sich aus drei Sätzen schöne Geschichten machen!

Wie eine grundlegende Vereinfachung der Mathematik aussehen könnten, hat uns die Rechtschreibreform vorgemacht. Lieber Herr Buchholz, seitdem darf man „Tschüs“ und „Tschüss“ schreiben. Beides richtig! Mathematik muss dem ideologischen Irrweg der zwanghaften Ergebnisfixierung abschwören. Mathematik braucht endlich neue Lösungen.


https://www.abendblatt.de/nachrichten/article214565361/Mathe-muss-einfacher-werden.html

[...]
--
Astrid Schulz-Evers
Vorsitzende des Schleswig-Holsteinischen Elternvereins e.V.
Bürgermeister-Kinder-Str.9
24306 Plön am See
Telefon 04522/503853




Kevin Kraus

18.06.2018 09:48   Veranstaltungen   >   Schleswig-Holsteinischer Elternverein e.V.   Beitrag im Faden   Beitrag einzeln


Kölns Bombenbauer

15.06.2018 18:16
Sief Allah H. (29) heiratete sich nach Deutschland
Nachdem am Freitag die enorme Menge an Gift [Rizin] bekannt wurde, die Sief Allah H. [ سيف الله „Schwert Gottes“?] in Köln hergestellt hat, gibt es nun auch neue Details zu seiner Person: Der 29-jährige Tunesier kam 2016 nach Deutschland, indem er eine deutsche Islam-Konvertitin heiratete und zu ihr zog, und ist Anhänger des Islamischen Staats.
krone.at 15.6.2018

Am 7. September 1978, dem Geburtstag des bulgarischen Kommunisten und Staatschefs Todor Schiwkow, wurde in London dem einst mit ihm befreundeten Schriftsteller Georgi Markow mit 0,2 Gramm Rizin aus einem als Regenschirm getarnten Schußapparat ein langsamer, unausweichlicher Tod bereitet.

Nachtrag: Der entscheidende Hinweis zur Vereitelung des geplanten Anschlags kam aus den USA... NSA und CIA können und dürfen mehr als andere. Sie können verschlüsselte Gespräche und Nachrichten dekodieren, Schlüsselbegriffe in Kommunikationsdaten auswerten. (tagesspiegel.de 21.6.18)


Sigmar Salzburg

18.06.2018 04:27   Rechtschreibforum   >   Andere Sprachen   Beitrag im Faden   Beitrag einzeln


Gedenktag

17. Juni – Tag der deutschen Einheit
1953 Aufstand gegen die Separat-Diktatur der DDR-Kommunisten.
Inzwischen durch ein Datum der Parlamentsbürokraten ersetzt.


18.1.1871 Einheit Deutschlands (kleindeutsch durch Bismarck)
17.6.1901 Einheit der deutschen Rechtschreibung (durch Konrad Duden):

Fortfall entbehrlicher Zeichen:
h nach t: Thür >Tür

1949 Teilung Deutschlands (durch die Kommunisten)
1996 Teilung der deutschen Rechtschreibung (durch die Kultusminister)
… in die klassische Kulturschreibung – und die neu erpreßte Stussschreibung:

Vermehrung überflüssiger Zeichen:
ss-Reformsignal: As > Ass ( = am.- engl. „Arsch“)
Dreifachbuchstaben: Schwimmeister > Schwimmmeister
… auch kombiniert: Flußschiffahrt > Flussschifffahrt
Stammpedanterie: Roheit > Rohheit
Ratlosigkeit: Zierat > Zierrat
„Volksetümologie“: Tolpatsch > Tollpatsch
Punktuelle Sinnfälschung: Quentchen > Quäntchen
Bindestrichfimmel: der 14jährige > der 14-Jährige
Notlösungs-Bindestrich: Brennessel > Brenn-Nessel
Lückentick: die Leidtragenden > die Leid Tragenden
Kommakrampf: „Kommst du?“ fragte er > „Kommst du?“, fragte er
„Kackofonie“ : selbständig > selbstständig

Außerdem:
Stammschreibtick: behende Schlange > behände Schlange
Zweideutigkeiten: greulicher Hut > gräulicher Hut
Sprachverfälschung: rauher Wind > rauer Wind
Spaltungsirresein: sogenannte Reform > so genannte Reform
Wörterverbot: jedesmal > nur: jedes Mal
Zwangsvereinigung: zur Zeit > zurzeit
Größenwahn: seit Langem
usw. usw.


1999 – Der Volksaufstand gegen die Rechtschreibreform vom 27.9.1998
wurde am 17. September 1999 durch das Kieler Parlament niedergeschlagen.


Millionen Bücher wurden ... „Ausgemistet, aussortiert, exiliert
Milliarden-Kosten wurden sinnlos verursacht.
Ein ganzes Volk wurde zu Rechtschreibstümpern gemacht.


Einen Tag vor dem 17. Juni 2017 verstarb Helmut Kohl. Er ergriff 1990 die Chance zur deutschen Einheit, aber ließ schon 1996 einen Staatssekretär das Wiener Spaltungsabkommen zur Rechtschreib„reform“ unterzeichnen. Seine richtigen Gedanken von 1982 wurden von seiner Nachfolgerin ins genaue Gegenteil verkehrt.


Sigmar Salzburg

16.06.2018 17:16   Zeitungen, Rundfunk, Fernsehen   >   Die Deutschen müssen einem Leid tun   Beitrag im Faden   Beitrag einzeln


Bartels Rache an BILD und Merkels Bevölkerungsreform?

Der Ex-BLD-Chef um 1990, Peter Bartels, könnte Symbolfigur für das durch die Rechtschreib„reform“ angerichtete ss-Chaos sein, wenn man nicht den Verdacht haben müßte, daß es nicht Unfähigkeit, sondern Rache ist, die ihn die nutzlose Beliebigkeit des „Herzstücks der Reform“ vorführen läßt:
SCHWARZER TAG IM REICHSTAG
Deutschland starb an einem Freitag …


16. Juni 2018
Von PETER BARTELS | So also hört es sich an, wenn einem Staat die Stunde schlägt. Es wird gelogen und betrogen – geheuchelt und gemeuchelt. Bis zuletzt. Die einen haben nichts gewußt, die anderen wollten nie was wissen. Und alle haben es nur gut gemein. Schuld? Immer die anderen …
“Die Letzten Tage von Rom”, bevor das Weltreich unterging, müssen ähnlich gewesen sein, wie die letzten Tage im Reichstag...

pi-news.net 16.6.2018

Analyse: 1004 Wörter – 1 dass, Fresssack, wässrig, falsch-ss: Füssen, ausserhalb, fleissig, traditionell: gewußt, mußte, müßten, läßt, bißchen
Das Bild hunderter anderer Bartels-Artikel, die wir analysiert haben, ist ähnlich. Nur das nichtsnutzig reformierte „dass“ ist nie „falsch“ geschrieben. „Bartels Breitseite“ im neuen Deutschland-Kurier ist aber wohl immer durch den „Korrektur“-Automaten gelaufen. Vielleicht hat er es deswegen dort auch nicht lange durchgehalten.


Sigmar Salzburg

16.06.2018 17:13   Rechtschreibforum   >   Ein Volk zu Schreibstümpern gemacht   Beitrag im Faden   Beitrag einzeln


Der Großschreibreformer Gallmann

Interview zur Rechtschreibung: [Auszug]
Beim Gendern geht es auch um Selbstdarstellung


Von Uwe Ebbinghaus

Mehr als 20 Jahre nach der Rechtschreibreform – Sie waren einer der Reformer – wird plötzlich an vielen Stellen der Eindruck vermittelt, die Rechtschreibung lasse immer mehr nach. Ist das auch ihr Eindruck?

Peter Gallmann: Ich glaube, das Problem besteht darin, dass wir im Alltag heute mit immer mehr geschriebener Sprache konfrontiert werden, zugleich werden die Leute durch vielerlei Tätigkeiten immer mehr abgelenkt, sodass die Gefahr, einen Text nicht bis zum Ende optimieren zu können, groß ist. Was das mit der Rechtschreibreform zu tun hat, ist mir aber nicht ganz klar. Ich glaube, da besteht kein Zusammenhang.

[Kommentar: Glaube macht selig. Bis 1996 war die sinnvoll differenzierte Groß- und Kleinschreibung allgemein anerkannt und konnte von Lernenden und Lesenden fast mit der Muttermilch aufgenommen werden. Heute hat z.B. die von Gallmann gegen die Radikalkleinschreiber durchgesetzte hypertrophe Großschreibung eine chaotische Hervorhebung des Unwichtigen bewirkt, so daß sinnvolle Regeln kaum noch erkennbar werden.]

Es gibt in der öffentlichen Debatte auch eine große Emotionalität, wenn es um das Pochen auf die Einhaltung von Rechtschreibregeln geht – sicher auch von vielen, die früher selbst Schwierigkeiten hatten.

Das ist ja in gewisser Weise auch richtig so. Aber das ist kein Spezifikum des deutschen Sprachraums. Schauen Sie mal in den angelsächsischen Sprachraum, wie sich dort über Rechtschreibfragen – wie its vs. it’s, to vs. too – ereifert wird, und dort hat sich die Rechtschreibung seit hundert Jahren nicht verändert. Dasselbe in Frankreich, wo man außer an einigen völlig tertiären Accents ebenfalls an der Rechtschreibung nichts geändert hat. Wie man sich dort echauffieren kann! Diese Fragen kommen also auf, unabhängig davon, ob man an der Rechtschreibung herumschraubt oder nicht.

[Nur die doofen Deutschen mit ihrer viel logischeren Orthographie mußten sich daran von Reformbesessenen „herumschrauben“ lassen!]

Was steckt dahinter?

Das ist eine psycholinguistische Frage, da kann ich nur Vermutungen anstellen. Der Zusammenhang von „Zu früh vermittelt, mental nicht richtig verarbeitet, nur eingedrillt“ erinnert mich manchmal an gewisse Varianten des Religionsunterrichts, in dem ewige Wahrheiten eingehämmert, aber nicht mental verarbeitet werden. Manche Menschen lösen sich auch als Erwachsene nicht davon. Sie haben immer noch das Gefühl, dass jemand von oben böse zuguckt, wenn man an einem Freitag Fleisch isst.

Bei der Diskussion um die Rechtschreibreform ging es viel auch um die Ablehnung einer befürchteten traditionsvergessenen Bevormundung. Thron ohne „H“ etwa wäre für viele ein Graus.

Ja, dieses Phänomen kannten wir aber vorher. Uns war klar, dass in Deutschland „Kaiser“, „Thron“ oder auch „Hoheit“, das auch keiner logischen Schreibung entspricht, nicht reformiert werden dürfen. Es gibt Hochwertwörter in unseren Sprachen, etwa im Bildungswortschatz wie „Philosophie“. Es gibt Tabubereiche.

Welche Tabubereiche gibt es noch im Deutschen?

Italienische Fremdwörter mit anlautendem „Gh“ sind interessant, wie „Ghetto“ oder „Ghirlande“, die im Deutschen heute nur mit einfachem „G“ geschrieben werden. Es gibt aber auch Wörter, bei denen diese Vereinfachung nicht klappen will. Diese Wörter gehören bestimmten Nischen an, unter anderem dem Bereich der Lebensmittel. Spaghetti nur mit „g“ hat zum Beispiel keine Chance. Dazu gibt es eine interessante Korpusuntersuchung, die ein kurioses Phänomen zeigt. Denn es gibt nicht nur Spaghetti zum Essen, sondern auch die „Spaghetti-Träger“. Jetzt raten Sie mal: Wie ist die Rechtschreibung hier?

Ohne „H“?

Ja genau, und zwar gar nicht so selten. Plötzlich geht die Schreibung in Ordnung, offenbar, weil man diese Spaghetti nicht isst. Aus irgendeinem Grund will jeder beweisen, dass er sich mit fremden Lebensmitteln auskennt, und wenn er sich auskennt, weiß er selbstverständlich auch, wie man sie schreibt. Das kann man den Leuten nicht nehmen, eine Änderung hätte keine Chance.

Was heißt „keine Chance“? Wie kommt man zu dieser Einschätzung?

Zuerst muss man entsprechende Korpora, Textsammlungen, untersuchen, ob man in ihnen schon spontane Andersschreibungen findet. Dann muss man auch ein bisschen rumfragen. Die Rechtschreibkommission arbeitet eng mit dem Institut für Deutsche Sprache in Mannheim zusammen, das über eine der größten Sammlungen von Textkorpora weltweit verfügt. Da kann man in strittigen grammatischen, orthographischen, syntaktischen Fragen umfangreiche Korpusuntersuchungen anstellen. So findet man heraus, was gerade der Fall ist. Man darf aber nicht nur auf zum Beispiel Pressetexte schauen, denn hinter denen stehen berufene Redakteure und ein Korrektorat, die Texte so optimieren, wie sie schon immer waren. Man muss also auch Texte untersuchen, bei denen die Leute etwas mehr als üblich frisch von der Leber weg geschrieben haben. Das heißt aber noch lange nicht, dass man deren Schreibung gleich übernimmt. Man weiß erst einmal nur, was der Fall ist.

[Jetzt kommt’s raus: Die „Reformer“ haben da gesucht und geändert, wo sie eine „Chance“ gesehen haben, den Fuß in die Tür zu kriegen oder das Einbruchswerkzeug am Fenster anzusetzen – von der singulären Bequemlichkeitsschreibung „Fotograf“ anstelle von „Photograph“ gewaltsam zu „Geograf“, „Pornograf“ und (nicht ganz durchgesetzt) „Foton“. Letzteres hinkt, weil Englisch inzwischen die Wissenschaftssprache ist und man dort das „ph“ liebt; „fat“ wird sogar zum gleichklingenden „phat“ im Jugendjargon. Die Dass-Schreibung dagegen ist ohne „Korpusuntersuchungen“ diktatorisch festgelegt worden, wie Stefan Stirnemann mit seinem Einbrecherbild treffend beschrieben hat.]

Wie geht es mit dem Gender-Stern weiter, über dessen Verwendung der Rat für Rechtschreibung kürzlich zum ersten Mal gesprochen hat?

Zunächst ist zu klären, wofür der Rat überhaupt zuständig ist: nur für die Rechtschreibung. Ob überhaupt „gegendert“ werden soll und gegebenenfalls nach welchen Kriterien, ist eine grammatische und zugleich eine gesellschaftspolitische Frage, aber noch keine der Rechtschreibung. Entsprechend sollte sich der Rat bei diesen grundsätzlichen Fragen auch nicht einmischen. Wenn hingegen eine Entscheidung zugunsten einer bestimmten Formulierungsweise gefallen ist, dann kann der Rat bei der orthographischen Umsetzung mithelfen. Zu solchen Entscheidungen ist es aber bisher noch nicht gekommen.

Welche Kriterien werden hier angelegt? So ist es ja ein großer Unterschied, ob man auf einen Gender-Stern in einem behördlichen Schreiben oder in einem Zeitungsartikel stößt, für den der Lesefluss von besonderer Bedeutung ist.

Ich vermute, dass sich strikte Versionen des „Genderns“ nur in ganz bestimmten Bereichen verbreiten werden. [...] Dabei geht es nicht nur um sachliche Eindeutigkeit, sondern auch um die Selbstdarstellung der Schreibenden und ihren Bezug zu den Lesenden.

[...]

Peter Gallmann

war Mitglied der inzwischen aufgelösten Zwischenstaatlichen Kommission für deutsche Rechtschreibung. Heute ist er für die Schweiz Mitglied im Nachfolgegremium Rat für deutsche Rechtschreibung . Er war zuletzt Inhaber des Lehrstuhls für Deutsche Sprache der Gegenwart (Grammatik) an der Friedrich-Schiller-Universität Jena, seit einigen Monaten ist er dort Seniorprofessor.

faz.net 15.6.2018

Sigmar Salzburg

16.06.2018 09:44   Zeitungen, Rundfunk, Fernsehen   >   faz.net Frankfurter Allgemeine Zeitung   Beitrag im Faden   Beitrag einzeln


Zeit und Mühe aufwenden zu müssen ....

... wird heute oft als „aufwändig“ beschrieben, wenn die Leute meinen demonstrieren zu müssen, daß sie die nichtsnutzigste „Reform“ aller Zeiten verstanden haben:
Doch so gut das Sieb des Eratosthenes in kleineren Zahlenräumen funktioniert, so aufwändig wird es bei sehr viel größeren Zahlen. Die Identifizierung extrem großer Primzahlen ist heute selbst für leistungsstarke Computer eine echte Herausforderung…

Zwar lassen sich große Zahlen durch Primzahlmultiplikation leicht erzeugen, sie aber in ihre Primzahlfaktoren zu zerlegen, ist enorm rechenaufwändig.

scinexx.de 15.6.2018
Als Schüler hatte ich das „Sieb“ übrigens selbständig graphisch entdeckt.

Sigmar Salzburg

16.06.2018 05:20   Beispielsammlung über Sinn und Unsinn   >   Bei „aufwändig“ könnte ich die Wand hochgehen   Beitrag im Faden   Beitrag einzeln


Michael Klonovsky

Starkdeutsch oder Taste verwechselt?

Damals wie heute golt und galt der Kampf dem wieder drohenden "Faschismus", dem einzig wirklich fruchtbar gebliebenen deutschen Schoß, und damals wie heute bekam jeder dieses Stigma verpasst, der sich gegen die Politik des Regimes aussprach.

In einem der letzten regierungstreuen Kommentare des Neuen Deutschland schrieb im Oktober 1989 irgendeine Funktionärin, egal was passieren werde, die Kommunisten hätten stets recht und ihre Gegner stets unrecht gehabt, heute liest man diesen Satz in unzähligen Variationen täglich von taz bis Zeit. Buhr heißt heute Habermas und ist sogar intelligenter geworden (kann aber schlechter schreiben), Karl-Eduard nennt sich Heribert und einmal in der Woche Jakob...

michael-klonovsky.de 14.6.2018


Sigmar Salzburg

15.06.2018 18:51   Rechtschreibforum   >   Andere Foren   Beitrag im Faden   Beitrag einzeln


Öko-Sprengstoff

Grüner bomben: Neuer Sprengstoff könnte TNT ersetzen
Neuer Sprengstoff könnte TNT ersetzen

Seit einem Jahrhundert ist TNT der Goldstandard der Sprengstoffe. Doch TNT ist giftig, Krebs erregend und seine Herstellung erzeugt viel Abfall. Nun ist ein Ersatz in Sicht.
von Lars Fischer
spektrum.de 11.6.2018

Jede unnötige Erregung des Krebses in seinem Habitāt sollte vermieden werden!

Sigmar Salzburg

15.06.2018 17:58   Beispielsammlung über Sinn und Unsinn   >   GZS 3   Beitrag im Faden   Beitrag einzeln


Dieter Wellershoff

Im Dickicht des Lebens.
Ausgewählte Erzählungen


Mit einem Vorwort von Peter Henning
Verlag Kiepenheuer & Witsch, Köln 2015
333 Seiten, 19,99 Euro.

Heute ist Dieter Wellershoff im Alter von 92 Jahren verstorben. Eine ältere Rezension weist auf sein Werk hin:
Von Katrin Hillgruber

Dieter Wellershoffs reiches belletristisches und essayistisches Œuvre umfasst auch Hör- und Fernsehspiele und insgesamt drei Bände mit Erzählungen: "Doppelt belichtetes Seestück", "Der Körper und die Träume" von 1986 und den 2009 publizierten Band "Das normale Leben". Aus diesen Büchern hat der Kölner Autor Peter Henning zwölf Erzählungen unterschiedlichster Länge und die Novelle "Zikadengeschrei" zu einem Auswahlband zusammengestellt, der sich erfreulicherweise noch an die alte Rechtschreibung hält. So lässt sich der Erzähler Dieter Wellershoff anlässlich seines 90. Geburtstags in all seiner sachlichen Ironie und luziden Beobachtungsschärfe neu entdecken. Ein Leben ohne Religion nötige den Menschen zum Realismus, sagte der erklärte Atheist einmal. Auch der Herausgeber Henning sieht ihn in seinem Vorwort als "illusionslosen Realisten" und Existentialisten, der im Grunde nur an die Macht des Zufalls glaube...

deutschlandfunk.de 1.11.2015


Sigmar Salzburg

15.06.2018 16:57   Bücher   >   Ordentlich gedruckte Bücher   Beitrag im Faden   Beitrag einzeln


Die saudumme Großschreibung sogar bei Rückbezug ...

... auf ein vorangegangenes Wort nimmt überhand:
Wenn es später mal heißt: Welcher AfD-Politiker hat mit seinen Reden im Bundestag maßgeblichen Anteil daran, dass Angela Merkel im Zuge ihrer desaströsen Flüchtlingspolitik zurücktreten musste, dann wird sein Name wohl als Erster [Name] genannt – Dr. Gottfried Curio. pi 15.6.18
Aber es gibt eben Wichtigeres zu verteidigen als die gute deutsche Rechtschreibung. So sitzen wir zwischen allen Stühlen.

Sigmar Salzburg

15.06.2018 16:49   Beispielsammlung über Sinn und Unsinn   >   GKS 4   Beitrag im Faden   Beitrag einzeln