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Die 20 neuesten Rechtschreibbeiträge ...


Gendergerechte Sprache

„Es ist hässlich“ – Der Linguist Wolfgang Klein im Interview

Viele Universitäten, Schulen, Behörden haben sie schon eingeführt. Die sogenannte gendergerechte Sprache ist also weithin auf dem Vormarsch. Peter Intelmann sprach über dieses Phänomen mit dem Linguisten Wolfgang Klein, der Vizepräsident der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung ist.


Tut man der deutschen Sprache mit gendergerechtem Sprechen Gewalt an?

Man tut ihr vielleicht keine Gewalt an, aber es ist hässlich.

Sind denn bei Bürger oder Besucher tatsächlich nur die Männer gemeint?

Nein, das ist eine seltsame Auslegung. In vielen, wenn nicht den meisten Sprachen der Welt gibt es überhaupt keine Unterscheidung nach dem Geschlecht in der Grammatik. Das Chinesische kennt sie nicht, und in anderen Sprachen, etwa dem Englischen, beschränkt sie sich auf die Wörter „he“ und „she“. Ursprünglich war die Unterscheidung des Genus eine Klassifizierung zwischen „belebt“ und „unbelebt“. Später hat man das innerhalb des Belebten noch einmal aufgegliedert, dann wieder zusammenfallen lassen. Es kommt und geht, es entwickelt sich.

Also hat das generische Maskulinum, wonach etwa bei Bürger auch die Frauen gemeint sind, seine Berechtigung?

In den Sprachen jedenfalls, die ich kenne, wird eine Form als die markierte genommen. Das heißt: Wenn nichts anderes gesagt wird oder der Kontext nichts anderes nahelegt, meint man beide.

Wäre es ein Ausweg, wenn man künftig statt des Bürgers nur von der Bürgerin spräche?

Wenn sich das historisch so entwickelt hätte, könnte es genauso gut umgekehrt sein. Ein interessanter Fall, der in dieser Diskussion nur am Rande erwähnt wird, ist das juristisch überhaupt wichtigste Wort dieser Art: die „Person“. Da meint jeder, dass es Mann oder Frau sein kann, obwohl es „die“ Person heißt. Das ist in der Tat eher ungewöhnlich.

Aber wie kommt man raus aus diesem Dilemma ohne Doppelung, Gendersternchen oder großes Binnen-I?

Am besten, indem man zwei Dinge tut: Zum einen sollte man die Sprache so lassen, wie sie ist. Und zum anderen sollte man sich einer gewissen Höflichkeit und eines gewissen Anstands befleißigen, also keine Sprache verwenden, die andere als kränkend empfinden.

Das heißt?

Man kann zum Beispiel keinen Vortrag eröffnen, indem man sagt: Meine sehr verehrten Herren! Wenn Frauen explizit angesprochen werden sollen, sollte man das auch entsprechend deutlich machen. Ich glaube überhaupt, dass die Rolle der Sprache in diesem Zusammenhang ein bisschen überschätzt wird. Den Frauen in China ging und geht es bestimmt nicht deshalb besser, weil es seit jeher eine neutrale Form gibt, und meiner Mutter ist all das auch vollkommen egal.

Aber Sprache ist Veränderung.

Sicher. Aber hier erfährt sie keine Veränderung durch den Sprachgebrauch, sondern die Veränderungen werden oktroyiert. Es wird versucht, zu einer Vorschrift zu machen, was vielleicht eine Frage des Anstands ist. In der DDR oder im Nationalsozialismus wurde ein bestimmter Sprachgebrauch vorgegeben. Aber alle solche Eingriffe aus ideologischen Gründen finde ich hässlich. Außerdem verbergen sie das Problem nur. In einer offenen demokratischen Gesellschaft sollte man die Probleme selber in Angriff nehmen und sie nicht sprachlich übertünchen.

Haben Sie an der Hochschule von Studierenden gesprochen?

Nein, immer von Studenten. „Studierende“ ist ja ein Partizip Präsens, und da ist es normalerweise so, dass man jemanden meint, der gerade etwas tut. Der Fahrer und der Fahrende zum Beispiel, das ist schon etwas anderes. Der Fahrende ist der, der gerade fährt. Die Tänzerin muss nicht unbedingt gerade tanzen, die Tanzende aber sehr wohl.

Hoffen Sie, dass sich das von selbst einpendelt?

Ich bin optimistisch, weil es so wahnsinnig kompliziert ist, dass es sich nicht wird durchsetzen können.

Ist die gendergerechte Sprache eher in kleinen Kreisen von Interesse?

Dieser Gedanke ist in Deutschland überhaupt erst Anfang der 80er aufgekommen. Aber nehmen wir nur mal das Grundgesetz, Artikel 5. Dort heißt es: „Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten ...“. Da denkt schließlich niemand, dass die Frauen das nicht dürften.

Sie sehen auch keine große Änderungswelle von der Bibel bis zum Grundgesetz kommen?

Nein. Die Versuche haben jetzt Fahrt aufgenommen, zuletzt durch neue kommunale Regelungen zum Beispiel bei der Stadt Hannover. Diese Beispiele haben ja etwas ziemlich Komisches an sich. Aber wenn es die allgemeine Empfehlung gibt: „Seid anständig gegenüber den Leuten und verwendet keine kränkenden Wörter“, dann ist das eine selbstverständliche Rücksichtnahme, die sonst auch gilt im Leben. Man kann das aber nicht dadurch regeln, dass man absurde komplexe Ausdrucksformen einführt.

Wie halten Sie es in der Akademie?

Dort hält man, soweit ich es überblicke, das alles für schrullig und kümmert sich nicht weiter darum.


Von Peter Intelmann

lvz.de 12.2.2019


Sigmar Salzburg

21.02.2019 05:48   Menschen   >   Der GenderInnenwahnsinn   Beitrag im Faden   Beitrag einzeln


Proteste gegen (welchen?) Antisemitismus in Frankreich

Laut „Spiegel“ hatte sich der Philosoph Alain Finkielkraut, wie man nur dem beigefügten Video entnehmen kann, nach anfänglicher Sympathie von der Gelbwestenbewegung distanziert – Grund für einige Enttäuschte zu Beschimpfungen.

Das nutzen die bedrängten Staatsparteien, um der ganzen Bewegung Antisemitismus zu unterstellen. Daß der aber heute vorwiegend vom ein- und unterwandernden Islam ausgeht, wird von den Regierenden – und vom Spiegel-Reporter – verschwiegen, auch wenn die beigebrachten Beispiele das ungewollt verraten.
"Nein, der Antisemitismus, das ist nicht Frankreich!" So lautet die Parole, unter der an diesem Abend zahlreiche französische Parteien zur Demonstration auf dem Platz der Republik in Paris und 60 anderen Städten des Landes aufgerufen haben. Anlass sind die judenfeindlichen Beschimpfungen, die der Pariser Philosoph Alain Finkielkraut am vergangenen Wochenende am Rande einer "Gelbwesten"-Demonstration über sich ergehen lassen musste.
Ein wohl Arabischstämmiger, der sich bei seinen Artgenossen auskennt, wird zitiert:
"Ich bin hier, weil ich in der Schule viel Unfug höre und viele Mitschüler nicht wissen, was der Holocaust war", sagt der 15-jährige Gymnasiast Mehdi ...
Dann kommt eine vermutete Jüdin zu Wort:
"Ich fühle mich betroffen, es geht ja schon lange so. Man bringt jüdische Kinder um, man tötet eine alte jüdische Dame, und nun will man einem jüdischen Philosophen das Wort verbieten", sagt eine ältere Frau mit blauer Brille. Sie nimmt Bezug auf das Attentat auf eine jüdische Schule in Toulouse im Jahr 2012, bei dem drei Kinder starben ...
Im Link liest man: Ein ehemaliger Direktor des israelischen Auslandsgeheimdienstes Mossad vermutete den Iran oder die mit ihm verbündete Extremistenorganisation Hisbollah hinter dem Anschlag.
... und dem Mord an der 85-jährigen Holocaust-Überlebenden Mireille Knoll im vergangenen Jahr in Paris.
Im Link erfährt man: Der mutmaßliche Mörder ist ein junger Muslim.
"Wir haben Angst", sagt eine andere ältere Frau. "Man hat Finkielkraut als Juden angegriffen...

spiegel.de 20.2.2019
Der alte Journalistentrick: Man legt das, was man sagen will, anonymen Leuten in den Mund – hier mit glaubwürdigkeitssteigerndem Relotius-Detail „blaue Brille“ – und kann dann Beliebiges behaupten. Im ganzen Artikel kommt kein einziges Mal der Hinweis auf die gegenwärtig eigentliche antisemitische Gefahr: den Islam.


Sigmar Salzburg

20.02.2019 19:02   Zeitungen, Rundfunk, Fernsehen   >   Lügen- und Lückenpresse   Beitrag im Faden   Beitrag einzeln


Die Erzeugung von Wir-Gefühl

Der FAZ-Redakteur Michael Hanfeld spottet über das „Framing-Manual“ der von der ARD eingekauften Linguistin Elisabeth Wehling:
Es ist Irrsinn, aber es hat System

Wer keinen Rundfunkbeitrag zahlt, ist „demokratiefern“, „wortbrüchig oder auch illoyal“ und missachtet den „allgemeinen Willen des Volkes“: Warum die ARD jetzt semantische Gehirnwäsche übt.


Wir fassen uns jetzt alle an den Händen und sagen: „Unser gemeinsamer, freier Rundfunk ARD“. Nochmal, bitte ... und los gehts in die Diskussion mit bösen Rundfunkkritikern, die die Welt ins Unheil stürzen und uns „unseren gemeinsamen, freien Rundfunk ARD“ nehmen wollen. Wir wissen es nicht nur besser als die, wir sind besser. Deshalb informieren wir jetzt auch nicht mehr, ... Wir reden nur noch moralisch. Wir sind die Moral.

faz.net 19.2.2019
Das ist Vereinnahmung wie in Werbung und Politik, nur mit „wissenschaftlichem“ Anstrich:Das Wir entscheidet!(SPD-Wahlslogan 2013)Vom Ich zum Wir(SED 50er Jahre). – Sonst war Politikern und ihren Medien der allgemeine Wille des Volkes doch ziemlich „wurscht“!

Ausführliche Kritik in Junge Freiheit, in unreformierter Rechtschreibung.



Sigmar Salzburg

20.02.2019 07:15   Veranstaltungen   >   Rundfunkzwangsbeitrag   Beitrag im Faden   Beitrag einzeln


Land am Rand

Täuschen mit Ross und Rose

Durch die Blume soll man es sagen. Egal, ob „My sweet Valentine“-Gesäusel oder bloße Gemeinheiten: Gehaucht durch zwei Blütenblätter klingt's netter.

Von FABIAN ZIEHE

Stuttgart. Manches „Land am Rand“ ist ein blühendes Beispiel dafür: Was am Ende der Zeilen herauskommen soll, ist vielleicht gar nicht so nett. Aber, an einem Blumen-Tag wie heute, wer nimmt einem da was krumm?

Es geht um Politik, um Fahrverbote, um harsche Kritik. Die brachte kürzlich Bernd Gögel vor, Fraktionschef der Landtags-AfD. Er hat Grün-Schwarz „politische Roßtäuscherei“ vorgeworfen. Und das bedarf zumindest für jüngere Semester einer kleinen, etymologischen Erläuterung.

Mit „Roß“ hat Gögel nicht das im Duden gelistetet Synonym für „Wabe“ gemeint. Und nicht (Sorry, liebe Blumenfreunde!) das wohlriechende Gewächs, das just heute verstärkt die Runde macht. Er meinte das „Ross“, das bis zur Rechtschreibreform mit Eszett daherritt. Bei so einem alten Wort ein verzeihlicher Lapsus. Aber was meint das Wort denn nun?

Der „Rosstäuscher“ war der Gebrauchtwagenhändler der Vorzeit: Es hat Rösser getauscht, sprich Pferde gehandelt, und war zunächst mal kein Täuscher. Allerdings haben sie zur besseren Vermarktung ihre Vierbeiner gerne mal aufgemotzt – mit dem berühmten „Pfeffer im Arsch“. Was Parallelen zu manch Gebrauchtwagenhändler aufweist.

Das altertümliche Wort in der Diesel-Debatte zu platzieren, ist insofern irgendwie pfiffig. Und, bitte, ist das kein Kompliment? Was sagt man dazu ganz artig, Herr Gögel? Genau: „Danke für die Blumen!“ Fabian Ziehe

tagblatt.de 14. Februar 2019

Das Wort „Roß”, n., Plural „Roße“ (mitteld. für „Wabe“), war mir bis jetzt entgangen, trotz bienenzüchtender Mutter und Tochter, und obwohl ich mit fünf schon Bienenbücher studiert habe.


Sigmar Salzburg

19.02.2019 11:29   Deutsch   >   Seltene Wörter   Beitrag im Faden   Beitrag einzeln


Vor der „Werte Union“ in Köln:

Ex-Verfassungsschutzchef Maaßen zu Migrationspolitik

Die Fehler von 2015 „werden täglich wiederholt“

... Er habe unter Ex-Bundesinnenminister Otto Schily (SPD)
(„Der beste Chef, den ich je hatte!“) das deutsche Aufenthaltsgesetz mit erarbeitet, sagt Maaßen. In dessen Paragraph 1 werde das Ziel des Gesetzes genau beschrieben: „Steuerung und Begrenzung der Zuwanderung“. Dann schiebt er nach: „Vielleicht können Sie sich vorstellen, wie ich mich als Mitautor des Gesetzes fühlte, als im Herbst 2015 Tausende Menschen einfach so einreisen durften. Ich hatte Schüttelfrost.“...

Noch immer gebe es durchschnittlich 500 illegale Einreisen pro Tag aus sicheren Drittländern nach Deutschland. Hinzu komme politisch gewollter Familiennachzug. Das seien rund 200 000 Migranten pro Jahr – die eine Infrastruktur einer Stadt wie Kassel benötigen. Noch immer kämen 70 Prozent der Schutzsuchenden ohne Papiere und werden aufgrund von Eigenangaben registriert...

„Ich halte es für wenig wahrscheinlich, ich persönlich würde sogar sagen für abwegig, dass wir die Personen, die in den letzten Jahren zu uns gekommen sind, wirklich integrieren können.“...

Den Einreisen stehen 230 000 Ausreisepflichtige gegenüber, rechnet Maaßen vor...

bild.de 16.2.2019

[Für deren Verwendung bietet nun eine Institution eine Entscheidungshilfe, die schon in den 80ern damit nervte, durch eine Rechtschreib„reform“ die Zahl der Fachkraft-Befähigten zu steigern:]

Bertelsmann-Studie: Deutschland braucht 260.000 ausländische Fachkräfte pro Jahr

Der deutsche Arbeitsmarkt ist dringend auf Zuwanderung von Menschen, die nicht aus der EU kommen, angewiesen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Bertelsmann-Stiftung.

swr.de 14.2.2019

[Vorausschauend Nachwuchs im eigenen Land zu erzeugen ist jedoch rassistisch, wie ein Mohamed A. von „Zeit online“ den Ungarn bescheinigt und den Deutschen warnend vor Augen hält:]

Ungarn: Gebär-Mütter
Ein Auto mit sieben Sitzen und andere Geschenke bietet Viktor Orbán den Ungarinnen fürs Kinderkriegen an...
Ein Kommentar von Mohamed Amjahid

... der Aktionsplan [soll] nur "intakten Familien", wie es aus der konservativen Fidesz-Partei heißt, zugutekommen. Über diese Diskriminierung hinaus findet sich auch die rassistische Weltsicht Orbáns im Gesetzentwurf deutlich wieder. In seiner Rede sagte der Ministerpräsident, dass seine Antwort auf den Bevölkerungsschwund in Ungarn nicht die Einwanderung, sondern "ungarische Babys" seien.

zeit.de 13.2.2019


Sigmar Salzburg

18.02.2019 20:14   Rechtschreibforum   >   Verantwortungslose Politiker   Beitrag im Faden   Beitrag einzeln


Ein neues Forschungsfeld für die „Genderstudies“?

Henryk M. Broder glaubt, eine Lücke in der jetzt von den Regierenden ins Volk gepreßten gendergerechten Sprache gefunden zu haben und meint wohl, die Genderstudies mit ihren 185 Professor*innen und Professixen müßten sich dieses Problems annehmen: Es fehle zu dem heute unentbehrlich gewordenen Begriff „Nazi“ die weibliche Form „Nazi*in“.

https://youtu.be/tFFyvsnIxRI

Man kann es Broder nicht verübeln, daß er sich nach dem fast vollendeten Endsieg der Rechtschreib„reform“ nicht mehr über die weitere Entwicklung, etwa auf unserer Webseite, informiert. Seit „Langem“, fast seit Stalingrad, verwenden wir die schöne Femininform „Nazisse“ für besonders eifrige Anhänger*innen des nationalen Sozialismus, z.B. am 12.9.2007, am 7.12.2012 und am 1.4.2015.


Sigmar Salzburg

18.02.2019 08:01   Menschen   >   Der GenderInnenwahnsinn   Beitrag im Faden   Beitrag einzeln


Genussstreben

Seit sich bei den Atheisten von hpd.de der dortige Politologe und Rechtsbekämpfer Armin Pfahl-Traughber als Fleischskeptiker „geoutet“ hat, kämpfen dort wieder Veganer und „eingefleischte“ altlinke Kirchenfeinde um die rechte Eßethik bzw. Essethik. Aus einer Leserzuschrift:
Selbstevidente Prämissen gibt es nicht. Jede Setzung einer Prämisse ist immer emotional motiviert. Mitgefühl, Genussstreben, Freiheitsliebe, Eitelkeit, Stolz, … können solche Motive sein.
hpd.de 14.2.2019
Genussstreben“ wurde der Liste der sss-Greuel hinzugefügt.


Sigmar Salzburg

16.02.2019 16:12   Beispielsammlung über Sinn und Unsinn   >   Dreifachbuchstaben   Beitrag im Faden   Beitrag einzeln


Verfassungswidrig!

Landtagswahlen
Brandenburg stellt Frauen und Männer paritätisch auf

Bei Landtagswahlen in Brandenburg müssen die Parteien ab 2020 gleich viele Frauen und Männer als Kandidaten aufstellen. Das Bundesland ist damit deutschlandweit Vorreiter...


Die Aufstellung von Direktkandidaten ist von der Neuregelung nicht berührt. Eine Ausnahme von der paritätischen Besetzung der Wahllisten sieht das Gesetz für Parteien oder politische Vereinigungen vor, "die satzungsgemäß nur ein Geschlecht aufnehmen und vertreten wollen". Somit wäre also eine reine Männer- oder Frauenpartei denkbar.

Die Linken-Vorsitzende Katja Kipping lobte die brandenburgische Regelung als "großen Beitrag zu etwas, was längst Normalität sein sollte". ... die Linke praktiziere dies schon lange...

Die Brandenburger Oppositionsfraktionen von CDU und AfD stimmten gegen das Gesetz. Sie halten es für verfassungswidrig, weil es unzulässig in das Wahlrecht eingreife.

spiegel.de 31.1.2018

Tatsache ist, daß sich viele Frauen von einem durchsetzungsstarken Mann besser vertreten fühlen als von Schwätzerinnen wie A. Nahles* und Göring-Eckardt*, die ihre Parteien zugrunderichten oder lächerlich machen.

Die zwangsparitätische Besetzung der Wahllisten ist sowohl ein Eingriff in die persönliche Wahlfreiheit der Wähler als auch in die Chancengleichheit der Kandidaten, nach ihren Fähigkeiten und Erfolgsausichten aufgestellt zu werden – ein typisch feministisch-sozialistisches Machwerk.



Sigmar Salzburg

16.02.2019 08:26   Demokratiefrage   >   Demokratie?   Beitrag im Faden   Beitrag einzeln


Ist das noch „Wehling“ oder schon „Orwelling“?

piepenbach‏ @piepenbach 11. Feb. 2019

Die #SPD möchte Hartz4 in Bürgergeld umbenennen. Sanktionen sollen dann »Motivationen« heißen und die durch sie verursachte Obdachlosigkeit wird zukünftig »Freiheit« genannt werden. Sonst ändert sich nix.

Zum present progressiv „wehling“ siehe hier, deutsche Weh-ling-Formen hier.


Sigmar Salzburg

15.02.2019 21:43   Beispielsammlung über Sinn und Unsinn   >   Politisch korrekte Sprache   Beitrag im Faden   Beitrag einzeln


Andere tragen den Ruhm davon

Prof. Theodor Ickler macht darauf aufmerksam, daß die „Grünen“ in den Medien unverdient den Ruhm für das Volksbegehren einheimsen:
Das bayerische Volksbegehren zur Rettung der Artenvielfalt samt Gesetzentwurf stammt von der ÖDP. In den Medien hat sich aber mit wenigen Ausnahmen der Eindruck durchgesetzt, es sei von den Grünen. Diese selbst haben sich erklärtermaßen nur "angeschlossen", ebenso wie andere. Irgendwann kam noch ein Flyer der SPD ins Haus, die auch dafür ist.
In der FAS erwähnte Timo Frasch zunächst ganz korrekt die Urheberschaft der ÖDP, dann war aber nur noch von den Grünen die Rede, die auch interviewt wurden. In einem Kommentar der FAZ nannte Frasch die ÖDP überhaupt nicht mehr...
Ickler selbst ist vor Jahren aus dieser an sich konservativen „Oekologisch-Demokratischen Partei“ ausgetreten, als sie sich „gegen meine Warnungen der Rechtschreibreform in die Arme geworfen hat“.


Sigmar Salzburg

15.02.2019 10:48   Volksentscheid   >   andere Volksbegehren   Beitrag im Faden   Beitrag einzeln


Die Initiatorin des Volksbegehrens/Volksentscheids

Drei Falschaussagen des Bauernverbandes – Agnes Becker widerlegt diese klar


regio-aktuell24.de 9. FEBRUAR 2019 drei falschaussagen des bauernverbandes – agnes becker widerlegt diese klar


(ra) Agnes Becker (ÖDP), die Initiatorin des Volksbegehrens „Rettet die Bienen“, das von ÖDP, Grünen, LBV, BN und vielen anderen Organisationen unterstützt wird, wirft dem Bayerischen Bauernverband „Falschaussagen“ und eine „bewusst übertriebene und irreführende Auslegung des Volksbegehren-Gesetzentwurfs“ vor. Am Freitage nannte sie regio-aktuell24 drei Beispiele:

Der Bauernverband behauptet, dass Förderungen für freiwillige Leistungen wie zum Beispiel Uferrandstreifen wegfallen, wenn diese zur Pflicht werden.

Richtig ist:

Agnes Becker (ÖDP), Initiatorin und offizielle Beauftragte des Volksbegehrens „Rettet die Bienen“
Der Staat hat es in der Hand, nach einem erfolgreichen Volksbegehren die Förderregeln anzupassen. Schon jetzt gibt es mehrere Beispiele für staatliche Förderungen trotz gesetzlicher Verpflichtungen. Zum Beispiel ist es trotz bestehender Tierhaltungsverordnungen möglich, tiergerechtere Ställe und Haltungsformen zu fördern. Auch beim Trinkwasserschutz ist es trotz des bestehenden Gesetzes zur Einrichtung von Wasserschutzgebieten möglich, den betroffenen Landwirten Ertragsausfälle und Mehraufwand auszugleichen. Schon diese wenigen Beispiele zeigen, dass die Behauptungen der Bauernverbandsspitze nicht wahr sind.

Gerne hätten die Initiatoren des Volksbegehrens Entschädigungsregelungen in den Gesetzentwurf aufgenommen. Dies hätte jedoch zur Unzulässigkeit der Initiative geführt, weil haushaltsrelevante Volksbegehren rechtlich nicht möglich sind. Es bleibt somit Aufgabe der Staatsregierung und des Landtages, die Entschädigungsprogramme zum Nutzen der Landwirtschaft nach einem erfolgreichen Volksbegehren entsprechend anzupassen.

Der Bauernverband behauptet, das Volksbegehren führe zu einem plötzlichen Überangebot von Bio-Lebensmittel, was für die Anbieter von Bio-Produkten wirtschaftlich nachteilig wäre.

Richtig ist:

Ein Überangebot hat es in den letzten zwei Jahren nur bei der Milch gegeben, weil in kurzer Zeit viele Milchviehhalter wegen der Abschaffung der Milchquote und der niedrigen Preise auf bio umgestellt hätten. Die Nachfrage nach Biolebensmitteln steigt aber ständig. In Produktbereichen wie Gemüse ist der Bedarf nicht gedeckt, es muss importiert werden.

Der Bauernverband behauptet, dass sich das Volksbegehren nur gegen die Bauern richtet und selbst die als Mitursache des Insektensterbens längst identifizierte Lichtverschmutzung nicht thematisiert wird.

Richtig ist:

Das Volksbegehren will die Artenvielfalt und die bäuerliche Landwirtschaft retten. Gemeinwohlleistungen der Landwirtschaft sollen besser gefördert werden als bisher. Die Lichtverschmutzung, der viele Insekten zum Opfer fallen, wird in der Nähe geschützter Landschaftsbestandteile im Gesetzentwurf des Volksbegehrens einschränkend geregelt.





Norbert Lindenthal

15.02.2019 09:43   Volksentscheid   >   andere Volksbegehren   Beitrag im Faden   Beitrag einzeln


Alle Anerkennung: in nur 14 Tagen 1,8 Millionen Bayern



Bildrechte beim Bayerischen Rundfunk. Der Nachrichten-Film dazu.

Die Bayerische Landesregierung erlebt nun ihre bayerischen Bürger, wie sie in lebendiger Weise vormachen, wo der Weg lang geht. Auf mich wirkt es so, daß eine Zeit durchbricht, in der Menschen beginnen, zu den eigenen Gedanken und Empfindungen und harmonischen Wünschen auch zu stehen, auch vor Rathäusern. Mir tut es gut, nach dem Desaster der schleswig-holsteinischen Politiker an einem wenig anderen Thema zu sehen, wie sich Volkes Stimme meldet.
Wohl dem, der mit dieser Zeit geht.

Noch zu den Zahlen:
18,4% der Wahlberechtigten wie hier in Bayern entspricht im Vergleich zu einer Wahl mit 70%-Beteiligung einem Ergebnis von über 26%. Parteiwahlen werden nämlich nicht an den Berechtigten, sondern an den wenigen tatsächlichen Wählern bemessen. Dieser Zählunterschied zum Nachteil der Volksinitiativen und Volksentscheide wird gerne nicht klargestellt.

Der Bayerische Bauernverband hatte die Stimmung "für die Bienen" ordentlich angeheizt, indem er nicht Prügelknabe werden möchte und das auch sagte.

In Schleswig-Holstein hatten "wir" für vergleichbares Volksbegehren (Stufe 2) 6 Monate Zeit und übersprangen die Hürde vergleichbar hoch. Die Bayern zeigen Tempo.

In Niedersachsen wurden vom Landeswahlleiter 120.000 vorhandene Wahlberechtigten-Unterschriften herablassend als ungültig erklärt. Das war allerdings vor 20 Jahren.


Norbert Lindenthal

15.02.2019 04:41   Volksentscheid   >   andere Volksbegehren   Beitrag im Faden   Beitrag einzeln


Die Bayern haben Schlange gestanden vor ihren Rathäusern

Volksbegehren

14. Februar 2019, 14:56 Uhr Quelle: ZEIT ONLINE, AFP, dpa, gra 198 Kommentare

Rettet die Bienen erfolgreichstes Volksbegehren in Bayern

Am Volksbegehren für mehr Artenvielfalt in Bayern haben sich so viele Wahlberechtigte beteiligt wie noch nie. Der Weg für einen Volksentscheid ist damit frei.

Volksbegehren: Weniger Pestizide, mehr Blühwiesen, mehr öko und bio: Die Hürde für einen Erfolg des Volksbegehrens war schon vor Tagen übersprungen worden.
[BILD]
© Leon Neal/Getty Images

Rettet die Bienen ist das erfolgreichste Volksbegehren der bayerischen Geschichte. Dem vorläufigen amtlichen Endergebnis nach beteiligten sich 18,4 Prozent der Wahlberechtigten und damit so viele Menschen wie noch nie, wie der Landeswahlleiter mitteilte. Da die entscheidende Zehn-Prozent-Hürde deutlich übersprungen wurde, ist der Weg für einen Volksentscheid für mehr Artenschutz frei.


Besonders hoch war die Zustimmung mit 26,5 Prozent im Landkreis München. In der bayerischen Landeshauptstadt selbst unterschrieben 20,5 Prozent der Wahlberechtigten.

Für einen Erfolg der Initiative für mehr Artenvielfalt waren knapp eine Million Unterschriften nötig. Die Zahl war nach Angaben der Initiatoren schon vor Tagen erreicht worden. Die bislang höchste Beteiligung wurde 1967 an einem Volksbegehren zur Schulpolitik mit 17,2 Prozent verzeichnet.
Ziel des Begehrens Rettet die Bienen sind weniger Pestizide, mehr Blühwiesen, mehr öko und bio, mehr Biotopverbünde sowie eine nachhaltigere Ausbildung der Landwirte, um so Bienen und andere bedrohte Tierarten wie Feldhamster, Grashüpfer oder Frösche zu retten. Das Volksbegehren zielt auf Änderungen im bayerischen Naturschutzgesetz. Kritiker wie der Bauernverband warnen aber etwa vor den geforderten höheren Mindestflächen für den ökologischen Anbau.

Das Ziel der Landesregierung ist nun, einen alternativen Gesetzentwurf vorzulegen, mit dem am Ende alle leben können. Ob das gelingt, ist aber offen.






Norbert Lindenthal

15.02.2019 04:21   Volksentscheid   >   andere Volksbegehren   Beitrag im Faden   Beitrag einzeln


Eine penetrante Konvertitin gab den Anstoß:

Kieler Uni untersagt Vollverschleierung

Nach einem Streit mit einer muslimischen Studentin untersagt die Universität Kiel das Tragen einer Vollverschleierung in Hörsälen und Seminarräumen. Schleswig-Holsteins Bildungsministerin möchte das Verbot auch auf alle Schulen des Landes erweitern.


Wie die Kieler Nachrichten (KN) in der Mittwochsausgabe berichten, reagierte die Christian-Albrechts-Universität in Kiel auf einen Vorfall, der sich im vergangenen Jahr kurz vor Weihnachten zugetragen hatte: Als eine zum Islam konvertierte Studentin im Niqab zu einer Botanik-Veranstaltung erschien, protestierte der Dozent und meldete den Vorfall der Hochschulleitung. Diese beschloss daraufhin ein Verbot der Vollverschleierung in den Veranstaltungsräumen der Universität...

SPD, CDU und FDP begrüßten den Vorstoß der Universitätsleitung. So erklärte SPD-Vize Ralf Stegner laut Märkischer Allgemeine: "Vollverschleierung widerspricht unseren Gepflogenheiten und den Regeln des Umgangs miteinander". Grundsätzlich gelte: "Religionsfreiheit ja – Provokation nein." Der Grüne-Abgeordnete Lasse Petersdotter widersprach dieser Einschätzung: "Die Entscheidung der Universität ist ein Fehler. Dozierende und Professoren sind weder in der Lage noch beauftragt, die Mimik und Gestik der Studierenden zu bewerten."

hpd.de/ 14.2.2049

Die Stellungnahme der AfD wird natürlich nicht erwähnt:

Alice Weidel Gestern um 13:54 ·

+++Gesichtsschleierverbot an Uni Kiel ist richtig und notwendig!+++

Das Gesichtsschleierverbot an der Universität Kiel ist richtig und notwendig. Die Totalverweigerung sozialer Kommunikation durch Vollverschleierung ist eine Provokation gegen Mindeststandards unserer Zivilisation. Das muss sich niemand bieten lassen, erst recht nicht an einer öffentlichen Einrichtung.

Es ist bezeichnend, dass ausgerechnet die Grünen sich wieder als Lobbyisten eines fundamentalistischen Islam betätigen. Dass ein Sprecher der Grünen das Verbot eines Symbols der Unterdrückung der Frau im Islam als ‚frauenfeindlich‘ bezeichnet, zeigt, wie sehr bei den Grünen die Maßstäbe durcheinandergekommen sind. Die Litanei, durch das Verbot würden Menschen ‚ausgeschlossen‘, ist heuchlerisch: Wer durch islamistische Vollverschleierung signalisiert, mit unserer offenen Gesellschaft nichts am Hut zu haben, grenzt sich selbst aus.

Die Kieler Kontroverse macht deutlich, dass in dieser Frage dringender Handlungsbedarf besteht. Wünschenswert wäre ein generelles Verschleierungsverbot an staatlichen Bildungsstätten und öffentlichen Einrichtungen. Freiheit braucht Säkularisierung und nicht Islamisierung.

Sigmar Salzburg

14.02.2019 18:05   Rechtschreibforum   >   Kirchen und Religion   Beitrag im Faden   Beitrag einzeln


TAZ: Broder als Homoheiler

Gestern abend sprach Henryk M. Broder auf einer Diskussionsveranstaltung in Österreich, an der auch Vizekanzler Strache teilnahm.

Dabei äußerte er sich auch zu Reaktionen auf seine unfreiwillige Umarmung durch Alice Weidel von der AfD.

Er gab zum besten, ein
lobotomierter, enteierter deutscher Journalist habe in der „taz“ geschrieben, daß ...

Broder Alice Weidel damit endlich von ihrer Homosexualität spontangeheilt und somit der volksdeutschen Fruchtbarkeitsreserve zugeführt hat.
(Zitat lt. Original taz.de 8.2.19)

Der „enteierte“ Journalist war Heiko Werning, Reptilienforscher und Umweltschützer lt. taz.



Sigmar Salzburg

14.02.2019 10:32   Rechtschreibforum   >   Schwarzer Humor, Satire   Beitrag im Faden   Beitrag einzeln


Artenschutz-Volksbegehren in Bayern

Der Bienen- und Bauernstaat

Es könnte das erfolgreichste Volksbegehren aller Zeiten in Bayern werden: Hunderttausende unterstützen einen Vorschlag für besseren Artenschutz. Die CSU gerät unter Druck - und muss Bienenretter und Bauern zufriedenstellen.


Sich politisch Erfolg_versprechend zum Bienenbegehren zu positionieren, ist für die CSU nicht einfach. Sie versteht sich seit jeher auch als Interessenverwalter der Bauern.

spiegel.de 11.2.2019

Auf den günstig in Bayern erreichbaren Volksentscheid gegen die Rechtschreib„reform“ hatten auch die Freunde der deutschen Sprache gehofft, nachdem der etwas trottelige Kultusminister Zehetmair zur Zustimmung zu diesem Machwerk übertölpelt worden war. Leider mangelte es in Bayern wohl an genügend praktisch orientierten Aktivisten, um die mühevolle Vorarbeit mit Aufklärung und Unterschriftensammlung auch wirklich durchzuführen.


Sigmar Salzburg

14.02.2019 09:35   Volksentscheid   >   andere Volksbegehren   Beitrag im Faden   Beitrag einzeln


In der ersten Weltkrieg getaumelt

Willy Wimmer, zuletzt Verteidigungsstaatssekretär unter Helmut Kohl, ist immer gut für unkonventionelle Geschichtsbetrachtungen und ihre Lehren daraus. Er schreibt – unbeeindruckt von der nichtsnutzigen Schreib„reform“ :
Kommentar zur Konferenz in München zu dauerhaften Schaffung von Fluchtursachen, 15.-17. Februar 2019.

"Freunde gestern, Freunde heute, Freunde für immer..."

Diesen Funkspruch der Royal Navy sollte man sich in Erinnerung rufen, wenn sich an diesem Wochenende in München wieder diejenigen treffen, die den nächsten Krieg auf der sogenannten „Münchner Sicherheitskonferenz“ ausloten.

Das britische Geschwader ließ es sich kurz vor Ausbruch des Ersten Weltkrieges nicht nehmen, sich mit dem berüchtigt gewordenen Funkspruch von den kaiserlich deutschen Gastgebern anläßlich der Kieler Woche im Vorkrieg 1914 zu verabschieden. Wenige Wochen später schnappte die Hungerblockade gegen Österreich-Ungarn und das kaiserliche Deutschland, die Großbritannien neben der Kriegserklärung an Deutschland und seine Verbündeten verhängt hatte, gegen die sogenannten „Mittelmächte“ zu. Bis weit nach Kriegsende verursachte diese völker-und kriegsrechtswidrige Hungerblockade, die bereits Mitte des ersten Jahrzehntes in London ausgetüftelt worden war, Millionen Opfer auf deutscher und verbündeter Seite. Christopher Clark hat anläßlich des Gedenkens an den Ausbruch des Ersten Weltkrieges 1914 davon geschrieben, daß alle europäischen Mächte geradezu in den Ersten Weltkrieg getaumelt seien.

Im Erstaunen über diese Feststellung, die absolut dem widersprach, was in Deutschland durch das sehr spezielle Gedankengut eines Herrn Fritz Fischer zum historischen Mantra gehörte. blieb fast unentdeckt, was Christopher Clark seinerzeit mit dem Mantel des historischen Vergessen verdeckte: die britisch-französische Verantwortung für den Ausbruch des Ersten Weltkrieges. Es blieb des amerikanischen Präsidenten Trump überlassen, bei seinem ersten Besuch in Paris im Juli 2017 daran zu erinnern ...

freiewelt.net 13.2.2019
Den eifernden Deutschlandabschaffern und Schuldkultpriestern entzieht das eine wichtige Stütze ihres Daseins. Deswegen werden Clarks Erkenntnisse verharmlost und relativiert. Mein Geschichtslehrer hatte jedoch schon vor 62 Jahren Stimmen von Historikern und Politikern zitiert: „Wir sind einfach so in den Weltkrieg hineingeschlittert,“ bevor der genannte Fischer wieder alle Schuld auf die Deutschen abgeladen hat.


Sigmar Salzburg

14.02.2019 09:00   Zeitungen, Rundfunk, Fernsehen   >   Freie Welt, FreieWelt.net   Beitrag im Faden   Beitrag einzeln


Gedenktag in Dresden

Am 13. Februar gedenkt Dresden der Bombardierung der Stadt vor 74 Jahren. Der Luftangriff auf die sächsische Stadt war zwar militärisch sinnvoll, moralisch aber zu verurteilen. Zu diesem Schluß gelangte der britische Historiker Frederick Taylor. Im Gespräch mit der JUNGEN FREIHEIT verteidigt Taylor seine Thesen, die in Großbritannien und Deutschland kontrovers diskutiert werden.

jungefreiheit.de 13.2.2019

Die Sicht eines britischen Historikers, die auch von der JF von allen Seiten beleuchtet wird. Wie in Deutschland die heutigen politischen Kontrahenten den Angriff instrumentalisieren, hatte ich schon hier beschrieben.


Sigmar Salzburg

13.02.2019 11:47   Zeitungen, Rundfunk, Fernsehen   >   Junge Freiheit   Beitrag im Faden   Beitrag einzeln


Begabungen

Dem absoluten Gehör auf der Spur

Mozart hatte es, Beethoven und auch Johann Sebastian Bach – das absolute Gehör. Diese Fähigkeit ermöglicht es manchen Menschen, die Höhe eines gehörten Tones präzise zu identifizieren. Doch woher kommt diese Fähigkeit? Eine erste Antwort haben Forscher nun bei einem Blick in Musikergehirne gefunden. Denn deren Hirnaktivität enthüllte, dass nur bei Menschen mit absolutem Gehör ein signifikant größerer Teil des primären Hörzentrums für die Frequenzwahrnehmung zuständig ist. Das könnte darauf hindeuten, dass diese Fähigkeit zumindest zum Teil angeboren ist...

Blick ins Hörzentrum


Was aber verleiht manchen Menschen diese seltene Fähigkeit? „Das absolute Gehör ist mit einer Reihe von morphologischen Veränderungen im Gehirn verknüpft“, erklären Larissa McKetton und ihre Kollegen von der York University in Toronto. „Aber welche grundlegenden neuronalen Mechanismen dahinterstecken, war bisher nicht klar.“ Um dieser Frage auf den Grund zu gehen, führten die Forscher ein Experiment mit 61 Freiwilligen durch. Ein Drittel waren Musiker mit dem absolutem Gehör, 20 waren Musiker mit nur relativem Gehör und 20 weitere Probanden waren Laien ohne musikalisches Training. Alle Teilnehmer unterzogen sich einem Hirnscan mittels funktioneller Magnetresonanztomographie (fMRT). Während die Probanden in der „Röhre“ lagen, wurde ihnen eine Reihe von auf- oder absteigenden Tonfolgen vorgespielt. Anhand der Hirnscans konnten die Forscher mitverfolgen, welche Gehirnareale auf die verschiedenen Frequenzen der Töne ansprachen.

Es zeigte sich: Bei den Musikern mit nur relativem Gehör und den musikalischen Laien fiel die Reaktion des Gehirns sehr ähnlich aus: Bei beiden Probandengruppen leuchteten jeweils ähnliche Teile des primären Hörzentrums, sowie zwei angrenzender Areale der auditorischen Großhirnrinde auf. Anders bei den Musikern mit dem absoluten Gehör: Bei ihnen reagierte ein deutlich größerer Hirnbereich auf die Tonfolgen. „Anatomisch gesehen waren sowohl die primäre Hörrinde als auch der rostrale Bereich des auditiven Cortex bei den Musikern mit absolutem Gehör signifikant größer“, berichten McKetton und ihre Kollegen.

Größere Areale für die Frequenzverarbeitung

Nähere Analysen enthüllten auch, welche Funktion die vergrößerten Areale hatten: Wie Saiten, die bei bestimmten Tönen mitschwingen, reagierten Neuronen in diesen Bereichen auf bestimmte Frequenzen. Bei den Musikern mit absolutem Gehör waren diese internen Sensoren über einen besonders breiten Frequenzbereich verteilt und eng miteinander verknüpft, wie die Forscher herausfanden. Ihrer Ansicht nach könnte dies bedeuten, dass bei Menschen mit absolutem Gehör die für die Frequenzverarbeitung zuständige Neuronen enger zusammenarbeiten. Das wiederum könnte es erleichtern, die Frequenz einzelner Töne zu bestimmen. Insgesamt legen die Ergebnisse nahe, dass das absolute Gehör auf neuroanatomischen und funktionellen Unterschieden bei der Frequenzverarbeitung beruht.

wissenschaft.de 12.2.2019

Mit anderen Intelligenzleistungen wird es ähnlich sein. Davon zeugen mindestens 200 jüdische Nobelpreisträger ¹) gegenüber 1 bis 2 moslemischen seit 1901. Übrigens sagte mir ein Musiker, sein absolutes Gehör habe seine Mutter in der Kindheit trainiert. Es kann sich aber auch nur um ein Lernen der Bezeichnungen für die Tonhöhen gehandelt haben. Eine derart begabte Sängerin konnte allerdings nicht einen halben Ton tiefer vom Blatt singen, wie es meine altgestimmte Laute erforderlich gemacht hätte.

¹) meist Atheisten



Sigmar Salzburg

13.02.2019 08:25   Rechtschreibforum   >   Aus der Wissenschaft   Beitrag im Faden   Beitrag einzeln


Die „Geflüchteten”-Propagandistin Wehling berät den Zwangsgebührenfunk

Elisabeth Wehling wurde bei uns schon des öfteren erwähnt. Die immer unfeministisch feminin auftretende Sprachmanipulationswissenschaftlerin ist auf eine Goldgrube gestoßen: die Beratung der Manipulatoren. Der Thüringer AfD-Fraktionsvorsitzende schreibt – in reformfreier deutscher Rechtschreibung:
Björn Höcke 12.02.2019

Der öffentlich-rechtliche Rundfunk hat ein Akzeptanzproblem. Das will die ARD beheben – allerdings nicht durch ein besseres Programm, sondern durch eine Verfeinerung der Manipulationstechniken. Dazu wurde das »Berkeley International Framing Institute« beauftragt, die dazu ein Strategiepapier mit dem schönen Titel »Unser gemeinsamer, freier Rundfunk ARD« entwickelt hat (1). Dahinter steckt die Sprach- und Kognitionswissenschaftlerin Elisabeth Wehling, deren Forschungsschwerpunkte laut Wikipedia die Untersuchung der Propaganda im Nationalsozialismus sowie der Einfluß von Geld und Macht auf die Medienberichterstattung sind (2). Dadurch scheint sie geradezu prädestiniert für diese Aufgabe.

Ihre Spezialität ist das sogenannte »Framing«, also das Setzen der Deutungsrahmen, in denen kommuniziert wird. Wußten Sie zum Beispiel, daß Sie sich mit 17,50 Euro im Monat »selbstbestimmt, proaktiv« am »gemeinsamen« Rundfunk ARD »beteiligen«? Falls Sie allerdings jetzt auf die Idee kommen, selbstbestimmt die Zahlung einzustellen, dürften Sie die zu erwartenden Konsequenzen daran erinnern, daß der »Beitrag« doch nicht ganz freiwillig ist. Aber »Zwangsgebühr« darf man es nicht nennen, denn das wäre das Framing der Gegner.

»Nutzen Sie nie, aber auch wirklich nie, den Frame Ihrer Gegner«, ermahnt Wehling – und das sollten sich auch einige Parteifreunde in der AfD einmal zu Herzen nehmen, denn nicht die Tatsachen, sondern die ständige Wiederholung entfaltet psychologisch Wirkung. »Und dann beim dritten, vierten, fünften Mal ergeben sich Einschleif-Prozesse im Gehirn und ein Wiedererkennungseffekt, egal ob die Sache wahrhaft ist oder eine Lüge. Und dann sagt das Gehirn irgendwann, ist mir viel zu anstrengend, das ist für mich jetzt eine Wahrheit.« (3)

Wieviel dieses Strategiepapier gekostet hat, geht aus den Meldungen leider nicht hervor. Ich meine aber, daß dieses Geld besser in einen guten und wirklich objektiven Journalismus investiert wäre.

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(1) https://www.tagesspiegel.de/gesellschaft/medien/wie-die-ard-kommunizieren-soll-kommt-allen-gegnern-bloss-moralisch/23973830.html

(2) https://de.wikipedia.org/wiki/Elisabeth_Wehling

(3) https://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/zapp/Sprache-und-Ressentiment-haengen-zusammen,zapp11596.html
Siehe auch JF 12.2.2019

Elisabeth Wehling ist bei uns schon hier, da und dort zu Wort gekommen.



Sigmar Salzburg

13.02.2019 04:34   Veranstaltungen   >   Rundfunkzwangsbeitrag   Beitrag im Faden   Beitrag einzeln